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Per Handschlag wünscht Herbert Fuchs (Mitte) seinem Nachfolger Ulrich Beigel (li.) alles Gute. Zu den Festrednern gehörte Landesamts-Präsident Wolfgang Bauer. 

Abschiedsfeier in Bad Tölz

Vermessungsamt: Neuer Chef will Breitbandausbau forcieren

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In Zeiten, in denen jeder Quadratzentimeter Grund und Boden bares Geld einbringt, ist die Arbeit des Wolfratshauser Vermessungsamts wichtiger denn je. Auf den neuen Chef wartet viel Arbeit.

Bad Tölz/Wolfratshausen Michael Grasl ist sich sicher: Ohne das Vermessungsamt in Wolfratshausen und seine Außenstelle in Bad Tölz gäbe es im Landkreis viel mehr Nachbarschaftsstreitigkeiten als ohnehin schon. Und ein hohes Maß an Unsicherheit. „Dem Vermessungsamt, dem glaubt man noch, auch in Zeiten, in denen Fakten gerne angezweifelt werden“, sagte Grasl, Rathaus-Chef in Münsing und Sprecher der Bürgermeister im Kreis, bei einem Festakt am Freitag im Tölzer Landratsamt. Gefeiert wurde der Amtsantritt des neuen Behördenleiters Ulrich Beigel. Der Starnberger trat bereits Anfang des Jahres die Nachfolge des Wolfratshausers Herbert Fuchs an. Die offizielle Amtsübergabe und Verabschiedung fanden aber erst jetzt statt.

„Ganz so verdient habe ich die lobenden Worte nicht“, sagte Fuchs augenzwinkernd. „Aber es klingt schon super.“ Der 65-Jährige hatte knapp sieben Jahre lang das Amt geleitet. „Du hast die Einführung von GPS von Beginn an federführend begleitet und bist mit den ersten GPS-Messungen im ganzen Oberland bekannt geworden“, betonte Landesamtspräsident Wolfgang Bauer. Bekannt ist Fuchs aber auch für seinen kunstvoll nach oben gezwirbelten Schnurrbart. Und für seine humorvolle, umgängliche Art: Herbert Fuchs sei ein besonderer Chef gewesen, sagte Klaus Tretter, Vorsitzender des Personalrats. Fast schon freundschaftlich sei das Verhältnis zwischen dem Boss und den 36 Angestellten gewesen. „Von ihm konnte man wirklich etwas lernen, auch fürs Leben.“

So hat sich der Beruf des Geodäten gewandelt

Die Festgäste konnten ebenfalls jede Menge lernen. Dass sich der Beruf der Geodäten in den vergangenen 200 Jahren rasant gewandelt hat, zum Beispiel. Früher arbeiteten die Landvermesser mit Fluchtstäben und Maßband, heute mit GPS-Geräten, Lasern und Drohnen. Mit Hilfe der Technik erstellen die Experten Landkarten, legen Grenzen fest und messen Grundstücke aus. Allein das Amt in Wolfratshausen vermisst jährlich zirka 1000 Grundstücke und Gebäude.

Außerdem sind zwei neue Aufgaben dazugekommen: der Breitbandausbau und die Digitalisierung. Deshalb heißt das Vermessungsamt seit fünf Jahren offiziell auch „Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung“. kurz ADBV. Die Breitbandversorgung im Landkreis habe sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert, sagt Fuchs. Aber da liegt noch viel Arbeit vor uns.“ Bislang wurden den 21 Gemeinden im Landkreis 7,5 Millionen Euro an Fördermitteln zugesagt, rund 4 Millionen wurden bereits ausgezahlt. Zum Vergleich: Die Summe der Förderhöchstbeträge aller Kommunen liegt bei rund 15,5 Millionen Euro.

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Gut also, dass der neue Chef des Vermessungsamts in Wolfratshausen und der Außenstelle in Bad Tölz „keine Probleme sucht, sondern Lösungen“. So formulierte Personalratsvorsitzender Tretter seinen Eindruck von Ulrich Beigel. In seiner Einführungsrede betonte Beigel, dass er weiter einen hochwertigen Service für Kunden und Kommunen gewährleisten möchte. Außerdem will der 51-Jährige vor allem den flächendeckenden Breitbandausbau der Gemeinden voranbringen.

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