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Damals noch in Kirchseeon, jetzt in Tölz: Florian Ernst verstärkt ab heute das Bauamt im Rathaus.

Wichtige Personalentscheidungen 

Verstärkung fürs Tölzer Rathaus

Im Tölzer Rathaus sind zwei wichtige Personalentscheidungen gefallen. Sowohl der mögliche künftige Stadtbaumeister als auch die neue Pressesprecherin sind ausgesucht und vom Stadtrat einmütig bestätigt worden.

Bad Tölz – Manchmal geht es ganz schnell. Im Oktober 2015 wechselte Florian Ernst aus dem Kirchseeoner Rathaus ins Moosburger Stadtbauamt. Im Dezember 2016 wurde der damals 43-Jährige dann zum Leiter des Ingolstädter Hochbauamts berufen. Nun zieht es den Freisinger wieder zurück in den „überschaubareren und familiäreren Rahmen einer Stadt wie Tölz“. Ab heute wird er das Stadtbauamt verstärken. „Darauf freue ich mich total“, sagte er am Telefon, „Tölz ist mit den Aufgaben, die in der Stadtplanung auf mich warten, superspannend. Da möchte ich hin.“

Der nunmehr 44-Jährige hat Architektur und Städtebau in München studiert. Er ist Mitglied der Architektenkammer und hat vor seinem Wechsel in den öffentlichen Dienst 2013 zehn Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet.

Tölz sei, so sagt er, eine „charmante Stadt mit einem historischen Kontext“. Gefragt, was ihm mit dem Blick des Architekten persönlich besonders gut an Tölz gefallen habe, nennt der Freisinger den Stadtteil Gries als wohlproportionierte frühere Handwerkersiedlung. Die Stadt habe zudem schöne Fußwegbeziehungen. Die Isar „als verbindendes, nicht trennendes Element zwischen Altstadt und Badeteil“ würde der potenzielle Nachfolger von Stadtbaumeister Hannes Strunz zudem gerne fördern.

Strunz ist 62 Jahre alt und hat, so Bürgermeister Josef Janker, angekündigt zum Ende der Amtsperiode in zweieinhalb Jahren in den Ruhestand zu gehen. Im Bauamt wünscht man sich aber schon länger eine personelle Verstärkung. So soll sich Ernst nun etwa um das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) kümmern. Es ist Voraussetzung für künftige staatliche Fördermittel beim Städtebau. Im Stadtrat wird außerdem schon lange ein Gestaltungsleitfaden für Bauherren gewünscht. Auch das gehört nach den Worten Jankers zum künftigen Aufgabengebiet von Ernst, genau wie die städtische Bauleitplanung. Der 44-Jährige wird seinen Lebensmittelpunkt übrigens in Freising behalten und sich für die Arbeitszeit unter der Woche eine Wohnung im Raum Tölz suchen.

Es gibt noch eine Stelle, die im Rathaus neu besetzt wird. Ab 1. Dezember wird Birte Otterbach (49) aus Wolfratshausen neue Pressesprecherin der Stadt Bad Tölz. Die gelernte Magazin-Redakteurin mit Studiumsabschluss (Theater- und Politikwissenschaften, Komparatistik) hat die Rathausführung und die Stadträte, so Janker, durch ihr eloquentes und überzeugendes Auftreten für sich eingenommen. Sie sei bei den Vorgesprächen über die Tölzer Themen gründlich informiert gewesen. Gefallen hat es Janker, dass die verheiratete Mutter von zwei Kindern vor einem Monat von sich aus zum Termin des Bürgermeisters mit Staatssekretär Gerhard Eck dazustieß. Eigenes Engagement schätze er. „Außerdem suche ich jemanden, mit dem ich mich austauschen kann und der auch einmal eine eigene Meinung hat.“

Von Christoph Schnitzer

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