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Kreisbrandrat Karl Murböck zog in der Dreikönigs-Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands Bilanz.  

Versammlung der Führungskräfte im Tölzer Kurhaus

Viel Arbeit für die Feuerwehr

Bad Tölz-Wolfratshausen – 1859 Alarmierungen im Jahr 2016 bescherten der Feuerwehr im Landkreis ein arbeitsreiches Jahr. Das neue Jahr startete ähnlich intensiv.

„Das Jahr 2016 hat sich aus Sicht der Feuerwehren arbeitsreich verabschiedet, und das Jahr 2017 hat arbeitsreich begonnen“, sagte Kreisbrandrat Karl Murböck am Dreikönigstag bei der traditionellen Versammlung der Feuerwehrführungskräfte im Tölzer Kurhaus. Der oberste Feuerwehrler im Landkreis nahm dabei Bezug auf die beiden Großbrände zum Jahresende in Bichl und Bad Tölz sowie den Waldbrand, der in der Neujahrsnacht am Jochberg/Graseck ausgebrochen war (wir berichteten). Drei Tage lang waren die Einsatzkräfte vor Ort, ehe der zwischenzeitlich vom Landrat ausgerufene Katastrophenfall wieder aufgehoben werden konnte.

Der Großeinsatz, der mit den Neuschneefällen sein Ende fand, beherrschte den Beginn der Versammlung, zu der nicht nur zahlreiche Feuerwehrführungskräfte, sondern auch viele Bürgermeister gekommen waren. Landrat Josef Niedermaier erinnerte daran, wie er als oberster Dienstherr der Feuerwehren sowie Kreisbrandrat Murböck am Neujahrstag um 1.30 Uhr früh informiert worden waren und sofort nach Kochel eilten. „Gut, dass wir beide an diesem Abend nichts getrunken hatten“, sagte Niedermaier und sorgte damit für einige Lacher. Murböck ergänzte deshalb: „Es stimmt nicht immer alles, was Politiker sagen, doch da hat er recht.“ Niedermaier war es ein Anliegen Murböck gestern ein Marzipan-Glücksschwein zu überreichen, das er bereits seit der Neujahrsnacht bei sich hatte. „Eins der letzten aus meiner Bäckerei“, betonte er. Wie berichtet hat Niedermaier zum Jahresende die Bäckerei Götz an seinen Tölzer Kollegen Andreas Wiedemann jun. übergeben.

Der Landrat lobte im voll besetzten Kurhaus den professionellen Einsatz der Kräfte in Kochel und sagte allen eine herzliches Vergelt’s Gott. Die hervorragende Arbeit der ehrenamtlichen Landkreiswehren lobte auch 2. Bürgermeister Andreas Wiedemann als Vertreter der Stadt Bad Tölz.

Insgesamt sind derzeit 3365 Feuerwehrmänner für die Landkreisbürger im Einsatz, darunter 270 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. 144 Frauen verzeichnet die Statistik. Die technische Ausstattung der 58 Wehren im Landkreis bezeichnete Murböck in seinem ausführlichen Jahresbericht als „gut bis sehr gut“.

Die Feuerwehren zwischen Vorderriß und Icking wurden im abgelaufenen Jahr insgesamt 1859 Mal alarmiert. Darunter waren 383 Brandalarmierungen, 894 Hilfeleistungen und 524 First-Respondereinsätze. Allerdings seien in dieser Zahl leider auch 198 Fehlalarme enthalten, bedauerte der Kreisbrandrat. Bei einigen schlugen Brandmeldeanlagen falsch an, andere Fehlalarme wurden böswillig herbeigeführt.

Die Statistik listet 12 Großbrände, 41 Mittelbrände und 106 Kleinbrände auf. Die wichtigsten Ereignisse waren ein Tiefgaragenbrand im April 2016 in Wolfratshausen, ein Feuer im Juli an einer Hütte am Brauneck, ein abendlicher Dachstuhlbrand in der Salzstraße in Bad Tölz im September und schließlich das Feuer an einem Bauernhof in Bichl am Zweiten Weihnachtsfeiertag sowie zwei Tage später der Brand in einer Chemiefirma im Tölzer Gewerbegebiet Farchet.

Dazu kamen mehrere Verkehrsunfälle mit insgesamt 16 getöteten Auto- und Motorradfahrern. Auch Hilfeleistungen bei Starkregen standen an. Im Einsatz war die Feuerwehr zudem am Tölzer Eisstadion, als nach dem Anbohren einer Leitung Ammonikgas austrat.

Trotz der zahlreichen Einsätze im vergangenen Jahr gab es glücklicherweise nur einen einzigen verletzten Feuerwehrmann zu beklagen.

Größte Herausforderung für heuer sei die Einführung der digitalen Alarmierung. Damit werde man sich das ganze Jahr beschäftigen müssen, blickte Murböck nach vorne.

Die letztmals von Martin Lambl vorgelegte Kassenbericht des Kreisfeuerwehrverbands und der Haushaltsplan für heuer waren reine Formsache. Abschließend wurde noch für den aus Altersgründen ausscheidenden Kassier ein Nachfolger bestimmt. Gewählt wurde Stefan Kießkalt aus Egling.

Karl Bock

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