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Das Personalwohnheim der Asklepios-Stadtklinik soll saniert und um einen Neubau erweitert werden.

Viel neuer Wohnraum für Pflegekräfte

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Dass in der Region in größerem Stil günstiger Wohnraum zum Mieten entsteht, ist eher selten. Die Pläne des Asklepios-Konzerns für Umbau und Neubau am Personalwohnheim neben dem Tölzer Krankenhaus stießen im städtischen Bauausschuss auf entsprechend positive Resonanz.

Bad Tölz – Es ist wohl das größte Wohnbauprojekt der vergangenen Jahre in Bad Tölz: Nun war der geplante Neubau am Personalwohnheim der Asklepios-Stadtklinik erstmals Thema in einem städtischen Gremium. Der Bau- und Stadtentwicklungsausschuss diskutierte am Dienstag über den Vorbescheidsantrag – und zeigte sich aufgeschlossen.

Ungewöhnlich: Asklepios hatte dem Gremium sogar drei verschiedene Varianten vorgelegt – sozusagen zur Auswahl. Fest steht, dass der Konzern das bestehende, marode gewordene Gebäude an der Schützenstraße sanieren und parallel dazu einen fünfgeschossigen Neubau errichten möchte. Laut Stadtbaumeister Hannes Strunz vortrug, sollen beide Gebäude auf jedem Stockwerk über zwei Brücken miteinander verbunden sein.

Mit 16 Metern Wandhöhe solle der Neubau 85 Zentimeter höher als das Bestandsgebäude werden. Doch weil der Altbau ein Pultdach hat und der Neubau ein Flachdach bekommen solle, „bleibt die Firsthöhe leicht unterhalb des Altbaus“, so Strunz.

Die drei vorgestellten Varianten unterscheiden sich in der Aufteilung der Wohneinheiten. Laut Horn geht es dabei um die Unterscheidung zwischen Personalwohnheimzimmern, die ausschließlich für die Mitarbeiter der Stadtklinik reserviert sind, und anderen Wohneinheiten, die über externe Träger auch über andere Träger vergeben werden können.

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Variante 1 sähe nach Horns Auskunft in beiden Häusern 216 reine Personalzimmer à 27,5 Quadratmeter vor. Das derzeitige Wohnheim hat lediglich 52 Zimmer. Variante 2 würde im Altbau 120 solche Zimmer, im Neubau rund 68 Appartements mit bis zu 56 Quadratmetern beherbergen, von denen ein Teil als „Freies Wohnen“ ausgewiesen werden könnte. In Variante 3 gäbe es ebenfalls 188 Wohneinheiten, eine auf die beiden Bauten verteilte Mischung aus Zimmern und Appartements, die allerdings alle als „Freies Wohnen“ deklariert wären. „Dann wären wir noch flexibler darin, anderen die Möglichkeit zu geben, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum anzumieten“, so Horn.

Der entscheidende Unterschied zwischen den Varianten 2 und 3 liegt laut Horn in der Zahl der Stellplätze, die nachgewiesen werden müssen. Bei Personalzimmern wäre es nämlich nur einer für drei Zimmer. Bei „freien“ Wohneinheiten ein Stellplatz pro Zimmer/Appartement – egal, wie groß. Bei Variante 2 müsste Asklepios 120, bei Variante 3 aber 188 Parkplätze schaffen. Für Letzteres wäre ein viergeschossiges Parkdeck im Norden des Grundstücks denkbar.

In der Sitzung kristallisierte sich heraus, dass dass den Räten die Variante 2 am sympathischsten war. Doch obwohl die damit verbundenen 120 Stellplätze laut Horn „auf dem Gelände auch anderweitig ausgewiesen werden könnten“, wünschten sich die Räte das Parkdeck.

Allgemein gab es viel Lob für die Baupläne. „Man kann die Bedeutung des Neubaus nicht hoch genug einschätzen“, sagte Ingo Mehner (CSU). „Denn wir bewegen uns auf einem Segment des Mietmarkts, in dem Private in Bad Tölz in den vergangenen Jahren nichts geschaffen haben.“ Camilla Plöckl (SPD) ergänzte: „Die Klinik tut sich leichter, Personal zu finden, wenn sie hier Wohnraum anbieten kann.“

Auch Andrea Grundhuber (Grüne) bezeichnete es als „sehr ehrenwert, wenn dort Wohnmöglichkeiten für Pflegekräfte geschaffen werden“. Die Stadträtin war trotzdem am Ende die einzige, die gegen den Vorbescheidsantrag stimmte. „Das alte Wohnheim ist gut eingegrünt, insofern fügt es sich in die Umgebung ein“, sagte sie. Doch der geplante Neubau sei eben doch „ein Riesenkomplex“. Ihr gefiel auch nicht, dass im Erdgeschoß eine Unterfahrung mit Parkplätzen vorgesehen ist („ein unwirtlicher Raum“).

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Das Anliegen von Asklepios, dass die Stadt weniger Stellplätze verlangen sollte, weil es viele Mieter mit geringem Einkommen gebe und schon jetzt die meisten Parkplätze leer stünden, lehnte der Ausschuss ab. Für die 23 bis 30 „Großbäume“ (Strunz), die gefällt werden müssen, verlangt die Stadt Ersatzpflanzungen. Eine weitere Auflage: Das Parkdeck darf nicht über den Westbau des Krankenhauses hinausragen.

Auch wenn es noch Klärungsbedarf gibt: Asklepios zeigt sich erfreut, dass sich der Ausschuss offen für diesem „Meilenstein zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Bad Tölz“ zeigte. Wenn alles gut läuft, könnte laut Horn Baubeginn im Frühjahr 2020 sein.

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