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Erhielten die Isar-Loisach-Medaille: (v. li.) Hans Eberl, Alfred von Hofacker, Max Kiechle, Dritter Landrat Klaus Koch, Regierungspräsidentin Brigitta Brunner, Landrat Josef Niedermaier und Georg Aschenloher.

Vier Männer ausgezeichnet: Gipfeltreffen des Ehrenamts

Bad Tölz-Wolfratshausen – Sie setzen sich für die Allgemeinheit ein und wurden nun ausgezeichnet:  Der Landkreis hat vier engagierten Männern die Isar-Loisach-Medaille verliehen.

„Es sind Menschen, die durch ihr persönliches Engagement, die Säulen unserer Gesellschaft sind.“ Mit diesen Worten würdigte Brigitta Brunner, Präsidentin der Regierung von Oberbayern, all diejenigen, die sich dem Ehrenamt verschrieben haben.

Bei dem Festakt im Barocksaal des Klosters Benediktbeuern wurde die Isar-Loisach-Medaille vier Männern verliehen, die sich im Ehrenamt überaus verdient gemacht haben: dem Jachenauer Georg Aschenloher für seine Tätigkeit in der Vorstandschaft des Schützengaus Bad Tölz und dem Tölzer Hans Eberl, der seit über 30 Jahren untrennbar mit dem Roten Kreuz in der Region verbunden ist. Ebenso erhielten die Auszeichnung der Ickinger Alfred von Hofacker für seine Tätigkeit im Christophorus-Hospizverein Bad Tölz-Wolfratshausen und der Tölzer Max Kiechle, der 18 Jahre die Geschicke des örtlichen Turnvereins leitete.

„Das ist heute ein Gipfeltreffen des Ehrenamts im Landkreis“, sagte Landrat Josef Niedermaier und fügte an: „Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass viele einfach mehr tun.“ In Bayern sind es mittlerweile 46 Prozent aller Bürger, also fast jeder Zweite, der sich ehrenamtlich engagiert. Die Regierungspräsidentin erinnerte in ihrer Festrede an das vergangenen Jahr, als rund eine Million Flüchtlinge in Deutschland ankamen, von denen etwa 140 000 in Bayern blieben: „Da haben Sie uns über Wasser gehalten, ohne die Ehrenamtler hätten wir das nicht geschafft.“ Dritter Landrat Klaus Koch, der die Laudatio für Eberl und Hofacker hielt, erklärte: „Wenn wir diese Menschen bezahlen müssten, dann würde unser ganzes System zusammenbrechen.“ Dies gelte für Eberl, der sich auch noch als Mitinitiator der Tölzer Tafel hervorgetan hat, genauso wie für von Hofacker, dem Sohn eines nach dem Hitlerattentat von 1944 hingerichteten Offiziers: „Er ist nicht nur für den Hospizverein wichtig, sondern ebenfalls als Zeitzeuge Deutschlands dunkelster Zeiten.“

Niedermaier würdigte Aschenloher als den Jachenauer, der alles kann, „Schützenverein und Trachtler genauso wie Musi und Theater, bis hin zum Totengräber“. Über Kiechle sagte der Landrat: „Mit deiner ausgleichenden Art ist es Dir perfekt gelungen, über viele Jahre hinweg die verschiedenen Sparten in einem unserer größten Sportvereine unter einen Hut zu bringen.“ Ewald Scheitterer

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