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Volker Lechtenbrink hatte besondere Verbindung zu Bad Tölz - auch ohne dass er hier war

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Von: Andreas Steppan

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Ausdrucksstark: Im Alter von 14 Jahren spielte Volker Lechtenbrink (li.) die Rolle des Klaus Hager.
Ausdrucksstark: Im Alter von 14 Jahren spielte Volker Lechtenbrink (li.) die Rolle des Klaus Hager. © dpa

Die frühen Jahre der Karriere des verstorbenen Schauspielers Volker Lechtenbrink sind untrennbar mit Bad Tölz sowie dem ehemaligen Redaktionsleiter der Tölzer Kurier verbunden.

Bad Tölz – Die Nachricht vom Tod des Schauspielers, Sängers und Regisseurs Volker Lechtenbrink im Alter von 77 Jahren löste diese Woche bei vielen Menschen Trauer aus. Seine künstlerischen Anfänge sind untrennbar mit Bad Tölz verbunden. Denn Volker Lechtenbrink spielte als 14-Jähriger die Rolle des Klaus Hager in „Die Brücke“, dem berühmten Antikriegsfilm, der auf dem gleichnamigen Roman des Tölzers Gregor Dorfmeister beruhte. Diese filmische Arbeit sollte Volker Lechtenbrink noch über viele Jahre seiner Karriere begleiten.

Der Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker lechtenbrink starb im Alter von 77 Jahren.
Der Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker lechtenbrink starb im Alter von 77 Jahren. © dpa

Dass ein Filmensemble auch viele Jahre später noch miteinander verbunden bleibt, dürfte in der kurzlebigen Branche eine Seltenheit sein. Bei „Die Brücke“ war es so. Die Hauptdarsteller des Bernhard-Wicki-Streifens von 1959 kamen im Jahr 2005 alle noch einmal im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg zusammen. Mit dabei waren unter anderem Fritz Wepper, Cordula Trantow und der Autor und frühere Redaktionsleiter des Tölzer Kurier, Gregor Dorfmeister, der in „Die Brücke“ eigene Kriegserlebnisse als Jugendlicher verarbeitet hatte. Volker Lechtenbrink war als damaliger Intendant des Ernst-Deutsch-Theaters Gastgeber des Treffens. „Der Film wird uns immer verbinden“, sagte er später gegenüber dem Tölzer Kurier.

Volker Lechtenbrinks Rolle in „Die Brücke“ öffnete ihm viele Türen

Für ihn sei die Rolle eine seiner wichtigsten Arbeiten gewesen, „ein Sesam-öffne-dich für spätere Angebote“. 2007 sprach Lechtenbrink den Roman, den Dorfmeister unter dem Pseudonym Manfred Gregor verfasst hatte, als Hörbuch ein und kehrte so zu seinen Wurzeln zurück. Bad Tölz, so sagte der Hamburger im Kurier-Interview seinerzeit, kenne er jedoch nicht. „Für mich steht die Brücke immer noch in Cham, wo wir den Film drehten.“

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