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Vom Leben mit den Bergen: Neues „Alpen Film Festival“ feiert in Tölz Premiere

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Von: Ines Gokus

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Er hat sein Leben den Bergen gewidmet: der 91-jährige Hermann Huber aus Gaißach. Das Foto ist bei den Dreharbeiten zum Film „Vom Wert der Zeit: Hermann Huber“ entstanden.
Er hat sein Leben den Bergen gewidmet: der 91-jährige Hermann Huber aus Gaißach. Das Foto ist bei den Dreharbeiten zum Film „Vom Wert der Zeit: Hermann Huber“ entstanden. © Alpen Film Festival

Fünf Filme über Alpinismus und Zusammenhalt in den Alpen stehen im Mittelpunkt des neuen „Alpen Film Festivals“. Organisiert wird es von Sandra Freudenberg.

Bad Tölz – Die Alpen sind ein Bollwerk, an dem nicht nur Wind und Wetter anprallen, sondern auch Mythen, Märchen, Wahres und Erfundenes, über Jahrhunderte hinweg. Geschichten, die das Bild der Alpen prägen. Und die es wert sind, erzählt zu werden.

Fünf Filme über Alpinismus und Zusammenhalt in den Alpen und anderswo zeigt das „Alpen Film Festival“ am Donnerstag, 9. Dezember, im Tölzer Capitol-Kino am Amortplatz. Die in Tölz lebende Autorin Sandra Freudenberg hat das „Alpen Film Festival“ im Lockdown 2020 gegründet. „Ich war über drei Jahre für das Bayerische Outdoor Film Festival verantwortlich, als der Lockdown kam“, sagt sie. „In der Zeit habe ich viel nachgedacht und mir wurde klar: Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit dem Kulturraum Alpen und mein ganzes Leben ist davon geprägt. Ich habe großes Glück, in und mit dieser Kultur zu leben. Und das wollte ich in einem neuen Filmfestival zusammen fassen.“

„Filme, die sonst niemand zeigen würde“

Sandra Freudenberg wagte den Sprung ins kalte Wasser und begab sich auf die Suche nach neuen Filmen und Stoffen, in denen die Werte und die Kultur des Alpinismus im Vordergrund stehen sollten. „Die Filme, die ich dann haben wollte, musste ich alle im Voraus bezahlen, offenbar dachten alle: Das kann auch schief gehen“, berichtet Freudenberg über die Anfänge ihrer Idee.

In ihrem Programm zeigen Spitzen-Alpinisten ihre verletzlichen Seiten und große Filmemacher ihre Leidenschaft für die Arktis. „Das Alpen Film Festival gibt mir auch die Möglichkeit, Filme zu zeigen, die sonst niemand zeigen würde.“ Zum Beispiel die eigene Produktion über den in Gaißach und München lebenden Hermann Huber, einen 91-jährigen Alpinisten. „Wir wollen weniger die Superhelden zeigen sondern was es bedeutet, am Rande der Berge aufzuwachsen“ so Freudenberg.

Im Mai gab es die ersten Vorstellungen in Österreich, da seien es gerade mal eine Handvoll Zuschauer gewesen, „weil niemand uns kannte“. Aber im Juli sei dann der Durchbruch in München gekommen, mit 450 Zuschauern im Openair-Kino. Mittlerweile war das Festival in Bozen, Berlin und Kiel mit den Filmen, die Freudenberg in Tölz zusammengestellt hat. Sie sagt: „Die Kulturförderung der Stadt Bad Tölz hat dabei sehr geholfen, die ersten schwierigen Monate zu überstehen.“

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