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Standen Rede und Antwort (v. li.): Die Referenten Andreas Scharli, Fred Weigl, Björn Athmer und Stefan Zauner.

Nachhaltiges Wirtschaften

Von Stromfressern und Stromsparern

Eher dürftig war der Informationswert der Veranstaltung „Energieeffizienz-Maßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen“, zu der Wirtschaftsförderer Falko Wiesenhütter in die eMotion-Base in Bad Tölz eingeladen hatte.

Bad Tölz – So bekamen die gut ein Dutzend interessierten Unternehmer von den zahlreichen Referenten zumeist eher altbekannte Weisheiten vorgesetzt. Andreas Scharli von der Bürgerstiftung „Energiewende Oberland“ resümierte etwa: „Der Stromverbrauch wird auch in Zukunft nicht wesentlich sinken.“

Angesichts der fortschreitenden globalen Erwärmung sei es umso wichtiger, dass die Unternehmen künftig nachhaltiger wirtschaften würden, sagte Stefan Drexlmeier, Leiter der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung. „Um die Zukunftsfähigkeit der Region zu erhalten“ gelte es, sich Steuerermäßigungen zu sichern und Energiekosten zu reduzieren.

Dass dabei viele Betroffene auch dem ein oder anderen Ammenmärchen aufsitzen, machte Drexlmeier am Beispiel von alten Heizungspumpen deutlich: „Die Investitionskosten für neue Pumpen wird groß diskutiert, doch ist dieser Aufwand nur marginal.“ Alte Pumpen, die manchmal auch im Hochsommer laufen würden, seien dagegen wahre Stromfresser. Sie verschwendeten unnötig viel Energie und verursachten so den Großteil der Kosten.

Bei dem Treffen wurde auch festgestellt, dass die Einsparungsmöglichkeiten branchenspezifisch sehr unterschiedlich sind. Stefan Zauner vom gleichnamigen Tölzer Schreibwarengeschäft, sah etwa nur die Möglichkeit, auf seinen rund 300 Quadratmetern Ladenfläche auf LED-Beleuchtung umzustellen. „Dadurch habe ich bereits im ersten Jahr meine Stromrechnung um 4000 Euro reduziert.“

Björn Athmer von der Münchner Industrie- und Handelskammer empfahl, in jedem Fall erst einmal einen Energieberater zu engagieren, um Einsparmöglichkeiten festzustellen. Dazu gebe es jede Menge staatliche Fördermittel. Energieberater Fred Weigl sagte: „Dazu muss ein kleiner Betrieb rund 2000 Euro beisteuern. Da aber auch notwendige Maßnahmen gefördert würden, kostet es den Unternehmer letztlich gar nichts.“

Ewald Scheitterer

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