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Mit diesem „Gletschermobil“ zogen Marco Paulo (im Bild) und Christian Lindenthaler nach Garmisch-Partenkirchen. Auf der Zugspitze entrollten sie ein großes blaues „Rettet die Gletscher“-Banner. 

Aktion „Rettet die Gletscher“

Von Tölz zu Fuß auf die Zugspitze

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Der Einsatz für den Umweltschutz ist dem Tölzer Künstler Marco Paulo („Erdpate“) schon seit vielen Jahren ein großes Anliegen. Nun hat er eine neue Aktion veranstaltet, nämlich einen fünftägigen Fußmarsch von Tölz auf die Zugspitze.

Bad Tölz– Bei der Aktion „Rettet die Gletscher“ wurde Marco Paulo (61) von Christian Lindenthaler aus Sindelsdorf begleitet. Der 36-Jährige engagiert sich im Landesbund für Vogelschutz und betreibt eine Wildnisschule. Die beiden Männer gingen auf Wanderwegen und übernachteten in der freien Natur unterm Sternenzelt. Für die 72 Kilometer lange Tour brauchten sie fünf Tage, inklusive Auf- und Abstieg auf die Zugspitze. Die Route führte sie von Bad Tölz über Benediktbeuern und Großweil nach Ohlstadt und von dort weiter nach Garmisch-Partenkirchen.

Mit dabei hatten sie ein „Gletschermobil“. „Den Namen haben wir uns in Anlehnung ans Papamobil des Papstes einfallen lassen“, sagt Paulo schmunzelnd. Es handelt sich um einen faltbaren Handwagen, ähnlich wie ein Bollerwagen, den die beiden Männer für ihre Zwecke kreativ umgestalteten: So hatte der Wagen Vorder- und Rücklicht, und man konnte ihn ziehen. Darin lagen Proviant, Schlafsäcke und Bergsteigerausrüstung. Durch die Befestigung von zwei Wanderstöcken, die die Männer später zum Aufstieg benutzten, ließ sich der Wagen bequem ziehen. Auf die Zugspitze wurde er allerdings nicht hochgezogen und stattdessen in Garmisch „geparkt“.

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Weil eine blaue Fahne mit der Aufschrift „Rettet die Gletscher“ auf dem Wagen hing, kamen die beiden Umweltaktivisten immer wieder mit Menschen ins Gespräch. Ihr Anliegen: Sie möchten die Bevölkerung sensibilisieren, sparsamer zu leben, um damit das Klima zu schützen und unter anderem das völlige Abschmelzen der Gletscher zu verhindern. „Wenn jeder von uns ein Prozent spart, zum Beispiel Müll, Energie oder Fleisch, kann man schon sehr viel erreichen“, sagt Paulo. Denn: „Ein Prozent ist für jeden von uns nicht viel, aber in der Summe ist es groß. Damit kann man der Erde helfen.“ Als konkrete Beispiele schlägt er vor, weniger Auto zu fahren, mehr Gemüse zu essen und beim Einkaufen auf Plastik zu verzichten. „Viele Menschen finden das sinnvoll und haben uns zugestimmt“, berichtet Paulo von den Gesprächen. Dabei hat er festgestellt: „Jüngere sind mehr sensibilisiert als Senioren.“

Auf Wanderwegen nach Garmisch zu gehen und unterm Sternenzelt zu schlafen, sei eine schöne Naturerfahrung gewesen, berichtet der Tölzer Künstler. Die beiden suchten sich Schlafplätze abseits der Dörfer „und haben damit nie Probleme bekommen“. Nur eines fiel ihnen negativ auf – nämlich wild entsorgter Müll, seien es größere oder kleinere Gegenstände. „Es ist schon traurig, was die Leute unterwegs so ins Gebüsch schmeißen.“

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Nach neun Stunden Aufstieg auf dem Schneeferner-Gletscher angekommen, entrollten sie ihr Banner. „Auch auf der Zugspitze sorgte die Aktion für Gesprächsstoff“, berichtet Paulo. Und was empfanden die beiden Umweltschützer selbst auf dem Gletscher? „Es ist traurig, wenn man darüber nachdenkt, wie Eis, das Millionen Jahre alt ist, in wenigen Jahren verschwunden sein wird. Ein beklemmendes Gefühl.“

Die erste „Rettet die Gletscher“-Aktion soll nicht die letzte gewesen sein. 2019 will Paulo im Raum Innsbruck wandern. Er sich ihm anschließen will, kann über die Internetseite http://marco-paulo.de Kontakt aufnehmen.  müh

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