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Experte erklärt: Das sollte man wegen der Brandgefahr jetzt im Wald vermeiden

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Von: Christiane Mühlbauer

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Feuer im Wald
Aktuell herrscht hohe Waldbrandgefahr im Landkreis. (Symbolbild) ©  Jan Woitas/dpa

Die Waldbrandgefahr im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist momentan sehr hoch. Daher gilt es einiges in der Nähe von Wäldern zu beachten.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Aufgrund der hohen Temperaturen ist derzeit die Waldbrandgefahr im Landkreis sehr groß. Laut der bundesweiten Waldbrandstatistik wurden 2021 die meisten Brände durch Fahrlässigkeit ausgelöst, und zwar vor allem von Waldbesuchern wie Wanderern und Campern.

Bei „Waldbrand“ denken viele Menschen zuerst an ein Lagerfeuer, das außer Kontrolle geraten ist. „Das ist sozusagen der Klassiker“, sagt Rudolf Plochmann, Leiter des Tölzer Forstbetriebs. Aber es gibt noch einige andere Ursachen, die zu einem Wald- und/oder Wiesenbrand führen können.

„Im Wald sind Feuer machen und Rauchen gesetzlich verboten“

Zum Beispiel weggeworfene Zigarettenkippen. „Im Wald sind Feuer machen und Rauchen gesetzlich verboten“, sagt Plochmann. Denn selbst eine scheinbar ausgetretene Zigarettenkippe könne sich noch entzünden, sagt Plochmann. Auch Glasflaschen und -scherben können ein Feuer verursachen. „Sie wirken bei entsprechender Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas.“

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Waldbrandgefahr/Bad Tölz: Ausgetretene Zigarettenkippen und Autos können ein Feuer entfachen

Auch Autos können übrigens einen Waldbrand auslösen. Dann nämlich, wenn man mit einem heißen Katalysator auf einem Waldweg oder Wiesenrand parkt. Das betrifft nicht Fahrzeuge älterer Bauart, sondern auch neue. Man sollte also Autos und auch Zweiräder nicht auf trockenen Grasflächen abstellen.

Aufgrund der großen Gefahr hat die Regierung von Oberbayern wieder die Luftbeobachtung angeordnet. Auch vom Flugplatz in Königsdorf wird gestartet. Die Piloten fliegen in einer Schleife Richtung Isarwinkel und Tegernsee, dann südlich an München vorbei bis Richtung Murnau, um die Lage zu beobachten.

Bad Tölz-Wolfratshausen (Oberbayern): Waldbrandgefahr - Luftbeobachtung angeordnet

An Bord ist neben dem Piloten ein speziell ausgebildeter amtlicher Luftbeobachter, in der Regel sind ein Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörden vor Ort. Geflogen wird nachmittags, weil dann die Brandgefahr am größten ist. „Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder“, sagt Wolfgang Rupp, Pressesprecher der Regierung von Oberbayern. Landwirte werden derzeit auch aufgefordert, keine Bodendecken abzubrennen und keine Pflanzen oder Pflanzenreste flächenweise abzusengen.

Und wie kommt das Wild mit der Hitze zurecht? „Für Rehe und Rotwild ist es kein Problem“, sagt Plochmann. Mehr zusetzen würde die Hitze der Gams, die es lieber kühler mag. „Die Tiere legen sich jetzt in den Schatten und verschlafen den Tag.“  

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