+
Beklagt den Zustand des Waldstücks am Lettenholz: Sorina Fleischer mit ihren Kindern Josefine (4) und Jack (7). 

Ärger um herumliegenden Müll

Waldstück mit Ekelfaktor

  • schließen

Zerbrochene Bier- und Schnapsflaschen sowie jede Menge leere Fastfood-Verpackungen: Das Waldstück zwischen dem Lettenholz und dem Edeka-Markt in Bad Tölz ist kein Platz mehr, wo Kinder bedenkenlos spielen können, beklagt eine Mutter.

Bad Tölz– Viele Jugendliche nutzen das Waldstück zwischen dem Lettenholz und dem Edeka-Markt in Bad Tölz, um sich dort nach der Schule zu treffen. Das fände Sorina Fleischer auch völlig in Ordnung – wenn die Schüler ihren Müll wieder mitnehmen würden.

Doch genau das tun die meisten von ihnen nicht, beklagt die Anwohnerin. Stattdessen liegen zwischen den Bäumen jede Menge Plastikmüll, leere Verpackungen des nahe gelegenen Fastfood-Restaurants und Bierflaschen herum. „Die sind oft zerbrochen“, sagt Fleischer, die sich deswegen ernsthaft Sorgen um ihre Kinder macht, die gerne in dem Waldstück Indianer spielen. „Das ist wirklich gefährlich.“ Erst im vergangenen Sommer sei ihr siebenjähriger Sohn beim Rennen gestürzt und habe sich am Schienbein an einer Glasscherbe geschnitten. Das sei zwar keine schlimme Verletzung gewesen. „Aber das muss doch nicht sein.“

Zumal es ihrer Ansicht nach ein Leichtes für die Jugendlichen wäre, den Unrat entweder mit nach Hause zu nehmen oder in einem der Mülleimer am Edeka-Markt zu entsorgen. Schon oft hat die zweifache Mutter versucht, diesbezüglich mit den Schülern zu sprechen. „Aber die sagen nur: ,Ja, Ja‘“.

Problematik hat sich in den vergangenen Jahren verschärft

Das Problem ist Fleischer zufolge nicht neu. In den vergangenen zwei Jahren habe es sich aber extrem verschärft. Seitdem räumen sie und ihr Mann regelmäßig den Müll dort auf, damit sich keine Kinder verletzen. Denn der Mutter zufolge spielt dort nicht nur ihr eigener Nachwuchs. Zahlreiche Buben und Mädchen, die am Lettenholz wohnen, verbringen dort ihre Freizeit. „Gerade die Jungs spielen gerne im Wald.“ Ihre eigenen Kinder gehen inzwischen allerdings nicht mehr gern dorthin. „Sie ekeln sich“, sagt Fleischer.

Betriebshof-Leiter Florian Schallhammer hört zum ersten Mal von der Problematik. Das könnte auch daran liegen, dass das Waldstück ihm zufolge nur teilweise der Stadt gehört. „Das heißt, dass wir dort nicht kontrollieren und keine Reinigungspflicht haben“, sagt Schallhammer. Deshalb kann auch er nur an die Vernunft der Jugendlichen appellieren, ihren Müll wieder mitzunehmen. „Wir schauen uns das aber mal an, wir wollen ja, dass die Stadt sauber ist.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zigaretten im Wert von 12.000 Euro gestohlen
Zigaretten im Wert von 12.000 Euro stahlen Unbekannte aus einem Tölzer Verbrauchermarkt. Die Polizei glaubt, dass sich die Täter mit dem Alarmsystem auskannten.
Zigaretten im Wert von 12.000 Euro gestohlen
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Donnerstagabend
Tölzer Friedenssäule nun auf der Fraueninsel
Tölzer Friedenssäule nun auf der Fraueninsel

Kommentare