Er ist wieder da: Wee-Gründer Cengiz Ehliz und TEG-Chef Jürgen Rumrich vereinbaren eine weitere Kooperation.
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Er ist wieder da: Wee-Gründer Cengiz Ehliz und TEG-Chef Jürgen Rumrich vereinbaren eine weitere Kooperation.

Vertrag läuft zwei Jahre

Wee wieder Sponsor der Tölzer Löwen - und das Geld ist schon überwiesen

  • VonOliver Rabuser
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Von Wee hatte man sich gedanklich bereits verabschiedet. Doch nun kehrt das Unternehmen des Tölzers Cengiz Ehliz überraschend wieder als Geldgeber des Eishockey-Zweitligisten zurück. Der Vertrag mit den Tölzer Löwen läuft für zwei Jahre.

Bad Tölz – Die Überraschung war gelungen. Wähnte man das knallrote Wee-Logo bereits in einer der Schubladen des ECT-Archivs, ist es künftig wieder allgegenwärtig. Dabei hatten die Löwen im Frühjahr noch aufgrund großer Zahlungsrückstände die Verträge mit dem Haupt-, Brustsponsor und Namensgeber des Eisstadions vorzeitig aufgelöst (wir berichteten). Doch seit Freitag ist klar, dass Wee dem Eishockey-Zweitligisten als Unterstützer verbunden bleibt. Das Sponsoring der in der Schweiz ansässigen „weeConomy AG“ läuft zwei Jahre. Es bewegt sich in einem weit geringeren Umfang als bisher, ist aber laut Löwen-Sprecher Martin Vogel mit einem „deutlich sechsstelligen Betrag“ dotiert.

Über die Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart

Das Wee-Symbol findet seinen Platz auf dem Ärmel der Trikots, dem Spielerbus und wie gehabt hinter der Tölzer Fankurve. Aufhorchen lässt die Tatsache, dass über die konkreten Vertragsinhalte Stillschweigen vereinbart wurde. TEG-Geschäftsführer Jürgen Rumrich ließ durchblicken, dass die „alte Saison damit abgeschlossen“ sei. Impliziert im Umkehrschluss, die Löwen haben einen Bruchteil der Außenstände erhalten, im Gegenzug bleibt die Wee-Group um Hauptaktionär Cengiz Ehliz als Sponsor an Bord. Wichtiger: Der vereinbarte Betrag für die beiden kommenden Spielzeiten wurde bereits auf das Konto der TEG überwiesen.

Löwen wollen nun Lücken in der Offensive füllen

Rumrich nennt den Abschluss eine „einvernehmliche Lösung“, die den Löwen Spielraum in Etatfragen einräumt. Entsprechend offensiv formulierte der Geschäftsführer die Bestrebungen hinsichtlich der Vervollständigung des Kaders. „Wir haben ja noch Lücken in der Offensive.“ Dazu gehört primär der Posten des vierten Importspielers, der sich als zähe Angelegenheit erweist. Mit dem früheren Heilbronner Bryce Gervais hatten die Tölzer bereits einen Kontrakt geschlossen, bis dem Kanadier einfiel, ob der unsicheren Corona-Lage lieber in Übersee zu bleiben. Ersatzmann Brandon Alderson wurde den Löwen von Ligakonkurrent EV Landshut weggeschnappt. Rumrich verweist auf einen „schwierigen Markt“, betont aber, dass man einige Namen im Raum stehen habe.

Cengiz Ehliz: „Übernehme die gesamte Verantwortung für die Situation“

Von den Wee-Vertretern wurde der sportliche Bereich erst gar nicht angeschnitten. Verwaltungsratspräsident Prof. Leo Schutt verwies auf 26 000 Euro Cashback in der Zeit vor der Pandemie, was zeigt, dass Wee in Tölz „gut angekommen“ sei. Ehliz indes blickte noch einmal auf die „nicht einfache Zeit“ zurück, die es ihm unmöglich machte, Zuverlässigkeit als „eines meiner wichtigsten Prinzipien“ gewähren zu können. Mit eindeutiger Konsequenz: „Ich übernehme die gesamte Verantwortung für die Situation.“ Anfang Juli sei er auf Controllerin Birgit Breiter zugegangen, um die augenscheinliche Schieflage zwischen Wee und der TEG zu begradigen. Letztlich offensichtlich mit Erfolg. Und einem Teilerfolg für die Löwen.

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