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Die Wertstoffinseln sind im Landkreis bald Geschichte. Ab Januar wandern Wertstoffe in die schwarz-gelbe Tonne.

Abfallentsorgung

Der Weg ist frei für die Gelbe Tonne

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Der Verwaltungsrat des kreiseigenen Abfallwirtschaftsunternehmens hat nun auch formal die Satzung zur Umstellung von einem Bring- zu einem Holsystem bei den Leichtverpackungen beschlossen. Zwei der Folgen: Die Müllgebühren werden sinken; dafür ist die Sperrmüllabholung nicht mehr kostenlos.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Es sei „eine der größten Änderungen in der Abfallwirtschaft“, sagte Landrat Josef Niedermaier am Dienstag in der Sitzung des Verwaltungsrats des landkreiseigenen Abfallwirtschaftsunternehmens (AWU). „Und wir haben sie ganz unspektakulär auf den Weg gebracht.“ Kurz zuvor hatte das Gremium die Satzungsänderung beschlossen, die den Weg frei macht für die Umstellung bei den Leichtverpackungen von einem Bring- zu einem Holsystem. Die Inseln sind damit Geschichte. Ab Januar wandern Wertstoffe in die schwarz-gelbe Tonne. Und es gibt noch einige weitere Änderungen: Wer seinen Sperrmüll abholen lassen will, muss ab 2018 bezahlen. Dafür sinken die Restmüllgebühren leicht.

Wertstofftonne

AWU-Chef Reiner Späth erläuterte den Zeitplan für die Einführung der schwarzgelben Tonne. Ausgeliefert an die Haushalte werden die rund 35 000 Behältnisse im November und Dezember. Das ist auch notwendig, denn zwischen 27. und 29. Dezember baut Veolia Süd die Wertstoffinseln an allen Standorten ab. „Es gibt natürlich schon die Befürchtung, dass einige Leute ihr Zeug da trotzdem noch hinschmeißen“, sagte Späth. „Man kennt ja seine Pappenheimer. Beschwerden wird es auf jeden Fall geben“, glaubt Landrat Josef Niedermaier. Leeren wird die Tonnen künftig die Firma Lachner aus Moosburg. Bei ihr mussten sich auch die Bürger melden, die Änderungswünsche für die Auslieferung der schwarzgelben Tonne hatten. Deren Anzahl orientiert sich an den vorhandenen Papiertonnen. „700 Bürger haben sich gemeldet“, sagte Späth. Geleert wird voraussichtlich erstmals Ende Januar.

Platzprobleme

Die zusätzliche Tonne unterzubringen, ist oft nicht leicht. Vor allem die Hausverwaltungen von großen Wohnanlagen hätten Bedenken angemeldet, sagte Späth. „Daher haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir sie unterstützen könnten.“ Zwei Möglichkeiten gibt es: „Den Besitzern von Papiercontainern bieten wir eine Leerung alle 14 Tage statt alle vier Wochen an“ – gegen eine etwas höhere Gebühr. Dadurch könnte die Anzahl der Container reduziert und Platz für die neue Tonne geschaffen werden. Zweite Möglichkeit: Der Landkreis erlaubt künftig auch 240-Liter-Biotonnen (bislang maximal 120 Liter). „Auch so könnte man Platz gewinnen“, so Späth.

Sperrmüll kostet

Bislang kann man im Landkreis seinen Sperrmüll kostenlos zu Hause abholen lassen. Das ändert sich 2018. Für Sperrmüll/Holz werden bei Abholung 35 Euro fällig, Altmetall kostet 20 Euro. Wer weiterhin selbst in Greiling oder in Quarzbichl anliefert, muss nichts bezahlen.

Strafe muss sein

Wer ständig zu viel oder das Falsche in seine Tonnen stopft, muss ab kommendem Jahr damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden. Ein 26stel der Jahresgebühr wird dann fällig, mindestens aber zehn Euro. „Ich will das nicht exzessiv machen, aber wir brauchen irgendeine Handlungsmöglichkeit“, sagte Späth. Ob das durch Fotos dokumentiert werde, wollte Gabriele Skiba (SPD) wissen. Späth bejahte.

Gebühren sinken

Die Restmüllgebühren sinken ab 2018 leicht – und zwar um zirka ein Prozent. Dafür sorgen unter anderem die Einnahmen, die das AWU künftig über die Sperrmüllgebühr erwartet. „Es gibt aber auch noch andere Positionen, die hier reinspielen“, so Späth.

Gebühreneinzug

Zum neuen Jahr übernimmt das AWU von den Gemeinden den Gebühreneinzug. Dafür wurden Anfang Oktober drei neue Mitarbeiter eingestellt. Eine vierte Vollzeitstelle ist noch vakant. Weitgehend abgeschlossen ist auch die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes, in dem Büroräume entstanden sind. Ende November werden die Daten der Bürger von den Gemeinden überspielt. Gleichzeitig werden alle Bürger angeschrieben. Dem Brief beigefügt ist ein Schreiben, mit dem man Widerspruch gegen den Bankeinzug einlegen kann.

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