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Weihnachtlich und rockig: Mitreißendes Konzert der Tölzer Stadtkapelle

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Mit einem vielfältigen Programm ließ die Tölzer Stadtkapelle in ihrem Weihnachtskonzert im Kurhaus Stress und Müdigkeit von den Besuchern abfallen.
Mit einem vielfältigen Programm ließ die Tölzer Stadtkapelle in ihrem Weihnachtskonzert im Kurhaus Stress und Müdigkeit von den Besuchern abfallen. © BIB

Rockiges, Humorvolles und Besinnliches: Dieses Spektrum präsentierte die Tölzer Stadtkapelle dem Publikum im Konzert am Ersten Weihnachtsfeiertag im Kurhaus. Das Publikum bekam alles geboten, was es für eine romantische Weihnacht zu wünschen gibt.

Bad Tölz - Bei der musikalischen Umsetzung einer Schlittenfahrt im Mondschein aus der Feder des Komponisten Kees Vlak etwa ahmte das Schlagwerk immer wieder Getrappel von Pferdehufen nach – obwohl es ja durch Schnee ging. Dazu erklang Schellengeläut. Zeit zum Träumen war auch bei bekannten Melodien wie „Cinderellas Dance“ aus „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“ oder „White Christmas“. Bei den einfühlsamen und doch strahlend dargebrachten Melodien dachte wohl so mancher über den ein oder anderen heimlichen Wunsch für das neue Jahr nach. „Des war jetzt schee“, kommentierte eine Besucherin spontan in eine kurze Stille. Die Stadtkapelle ließ Stress und Müdigkeit vergessen und sorgte mit dem leichten und locker dargebotenen „Let it snow“ für gute Laune.

Damit dem Publikum das Mitsingen auch bei zweiten und dritten Strophen gelang, lagen Textzettel aus für Weihnachtslieder wie „O du fröhliche“, „Es werd scho glei dumpa“ oder „Kommt, lasset uns anbeten“. Dabei beließ es die Stadtkapelle nie nur bei der klassischen Melodie, sondern präsentierte wunderschöne Zwischenspiele.

Hommage an John Miles

Sogar der Tölzer Schützenmarsch erklang. Ein weiteres nicht weihnachtliches Lied war „Music“ von John Miles, der im Dezember gestorben war. Das Ensemble entfaltete großartig den symphonischen Klang des Rockklassikers. Die Musiker bauten bei langsamem Tempo wunderbare, majestätische Spannungsbögen auf und trieben gemeinsam mit dem Schlagzeug den Rhythmus rasant voran. Trompeter Michael Lindmair, der durchs Programm führte, berichtete detailreich über den Musiker Miles.

Unterhaltsame Texte von Michael Lindmair

Außerdem unterhielt der Conferencier die Gäste mit besinnlichen und lustigen Texten. Er las vom sechsjährigen Tim vor, der als Herbergsvater beim Krippenspiel fälschlicherweise immer ein Zimmer frei hat. Daraufhin folgt sozusagen die Strafversetzung, und zwar als Engel im Stall. Und Lindmair erzählte vom zugereisten Bürger, der erst sehnsüchtig auf Schnee wartet. Dann liegt letzterer fast einen Meter hoch, der Schneepflug macht seine Räumbemühungen täglich zunichte und nach weiteren Katastrophen endet der ehemalige Schneefan im Wahnsinn. Aber Lindmair hinterfragte in seinen Texten auch die alljährliche Geschenkejagd und den traditionellen Weihnachtsbraten und trug vor: „Weihnachten ist immer, wenn wir uns verzeihen, wenn wir einander wohlwollen.“ Im Namen der Stadtkapelle dankte Lindmair für das Wohlwollen und die Treue des Publikums im vergangenen Jahr.

Weil „Stille Nacht, heilige Nacht“ als letztes Stück den Zuhörern nicht reichte, endete das Konzert mit dem wunderbaren „Andachtsjodler“. (Birgit Botzenhart)

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