„Jamaram“ sind beim Bavarian Beats Festival im Kurhaus zu sehen und hören.

Bavarian Beats Festival 

Wenn die Bigband Techno spielt

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Eine bunte Palette an bayerischer Musik wird am 16. und 17. Februar im Kurhaus geboten. Dann findet zum dritten Mal das „Bavarian Beats Festival“ statt – diesmal komplett im Stehen.

Bad Tölz – Eine Zeitlang stand auf der Kippe, ob das „Bavarian Beats Festival“ heuer zum dritten im Tölzer Kurhaus stattfindet.Der bisherige Organisator Florian Rein hatte im vergangenen Jahr durchklingen lassen, dass es offen sei, ob er das Musikevent noch einmal organisiert. Der Zuspruch war – nach dem Erfolg im ersten Jahr – nicht so gut gewesen wie erhofft.

Damit es eine Wiederholung am 16. und 17. Februar geben kann, übernahmen kurzerhand das Kurhaus und die Tourist Information die Organisation und damit auch die finanzielle Last. Florian Rein ist weiterhin an Bord – als Berater in musikalischen Belangen.

Und so hat der „Banafishbones“- und „Heimatdamisch“-Drummer dafür gesorgt, dass eine ganze Reihe an interessanten Künstlern auf der Bühne stehen wird – die völlig gemischte Stilrichtungen präsentieren.

Neu ist, dass diesmal beide Konzertabende unbestuhlt sein werden. Den Headliner am ersten Abend macht „Jamaram“. Die, wie Rein sagt, „aktive, bekannte Partyband“ spielt Reggae und Funk und ist deutschlandweit auf allen großen Festivals unterwegs. „Das wird ein sehr schöner Abschluss am Freitag.“ Sein „heimlicher Favorit“ spiele allerdings schon vorher an diesem Abend. Die „Jazzrausch Bigband“ wird ihrem Namen gerecht und bringt 20 Musiker auf die Bühne. „Die spielen Techno mit echten Instrumenten“, sagt Rein. „Das ist unglaublich tanzbar. Ganz toll.“ Man müsse kein Technofan sein, um die Bigband gut zu finden.

Den Freitagabend eröffnet das Quartett „Buffzack“. Ein Schlagzeuger und drei Bläser spielen Funk und Jazz. „Das ist groovig, originell. Die Band ist mit Topleuten besetzt“, schwärmt Rein.

Vielseitig wird es auch an Tag zwei. Den Auftakt macht dann „Rigoros“, eine Nachwuchs-Band aus dem Weilheimer Raum. „Ich habe die letztes Jahr auf einem Festival gehört“, sagt Rein. „Die waren originell und haben gute Stimmung gemacht.“ Rockig, Hip-Hop und alles auf Bairisch sei das Motto der fünf Musiker.

Gespannt darf das Publikum auch auf „Fenzl“ sein. Dahinter verbirgt sich Michi Fenzl, der ehemalige Bassist von „Django 3000“. Vergangenes Jahr trat er aus der Band aus und begann mit seinem Solo-Projekt. „Es klingt ein bisschen nach Django 3000, aber das ist ja auch nicht schlecht“, sagt Rein lachend. In Tölz ist einer der ersten Auftritte von „Fenzl“.

Zum Abschluss betritt die „Keller Steff Bigband“ die Bühne an jenem Samstagabend. Die Band wird hierbei um drei Bläser erweitert. „Ich habe die letztes Jahr im Lenggrieser Festzelt gesehen“, sagt Rein. „Die haben es zum Kochen gebracht.“ Nach dem Auftritt im Kurhaus geht es auf Deutschland-Tournee, um das neue Album bekannter zu machen.

Der ursprünglich von Rein beabsichtigte rote Faden des „Bavarian Beats Festivals“, dass alle Bands auch auf Bairisch singen sollen, wurde in diesem Jahr aufgelockert. So interpretieren die „Bigband“ und „Jamaram“ ihre Songs auf Englisch. Der zweite Abend ist dann Bairisch geprägt. „Aber der Unterzeile des Festivals bleiben wir treu: So tickt die Bayerische Musikszene“, sagt Rein. Ihm sei es wichtig zu zeigen, wie vielschichtig die bayerische Musikszene sei.

Dafür soll nun auch die Werbetrommel so richtig gerührt werden, sagt Stephanie Hess, die von Seiten des Kurhauses die Organisation des Festivals übernimmt. „Die Bands stehen, wir haben einige Topacts.“ Die Zusammenarbeit zwischen Tourist Info und Kurhaus funktioniere sehr gut. „Auf allen Kanälen“ werde nun das Festival beworben, sagt Rein: Internet, Plakate, Anzeigen sollen in den nächsten Tagen und Wochen auf das Event aufmerksam machen.

„Die Bands, die im Februar hier auftreten, sind nicht alle Tage in Tölz zu sehen“, so Florian Rein. Er hofft auf zahlreichen Zuspruch. Und dass sich das Festival in Tölz etabliert.

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