Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet
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Mit der Rauschbrille unterwegs: Beim „Aktionstag junge Fahrer“ mussten die Teilnehmer am Dienstag einen Parcours mit dem Kettcar zwischen Pylonen meistern – mit eingeschränktem Sichtfeld nicht ganz einfach. 

Aktionstag „Junge Fahrer“

Wer alles doppelt sieht, tut sich schwer am Steuer

Wie fühlt es sich an, wenn man nach reichlich Alkoholgenuss versucht, noch Auto zu fahren? Und wie ergeht es einem bei einem Überschlag im Auto? All das konnten junge Leute jetzt in und vor der Tölzer Berufsschule am eigenen Leib erfahren.

Bad Tölz – Kreisverkehrswacht und Polizei hatten zum „Aktionstag junge Fahrer“ eingeladen.

Alkohol verändert das Sichtfeld ganz erheblich. Das merkten die jungen Leute, die mit einer Rauschbrille auf der Nase ein Kettcar durch einen Parcours aus Pylonen absolvierten: Wenn man alles doppelt und verschwommen sieht, fällt das ganz schön schwer, wie die äußerst langsame und unsichere Fahrweise der Teilnehmer zeigte.

An einer weiteren Station erklärte Franz Dobesch von der Kreisverkehrswacht Kelheim, wie man sich aus einem Auto rettet, das auf dem Dach liegt. „Man darf nicht in der Panik einfach den Gurt öffnen“, sagte er. Er riet, zuerst die Füße auf das Armaturenbrett zu legen und sich in den Sitz zu drücken. Dann solle man den äußeren Arm zwischen das Dach und den Kopf bringen und sich dort abstützen. „Wenn man einfach so den Gurt öffnet, würde man mit dem Körpergewicht auf den Nacken fallen.“ Das könne zu schweren Genickverletzungen bis hin zum Tod führen, so Dobesch. In einem im Wasser versunkenen Auto solle man nach hinten klettern und dort die Heckscheibe einschlagen.

Beim Fahren aufs Smartphone zu spicken, davor warnte Peter Starnecker von der Landesverkehrswacht eindringlich in einem Vortrag. „Wenn man mit 50 Kilometer pro Stunde durch einen Ort fährt, und etwa eine Sekunde auf sein Telefon schaut, hat man etwa 14 Meter zurückgelegt, in denen man nichts gesehen hat.“

Für FOS-Schüler Erik Wiedemann brachte der Aktionstag viele Erkenntnisse – etwa beim Selbstversuch im Überschlagssimulator. „Wenn man über Kopf in den Gurten hängt, spürt man, wie einem das Blut in die Ohren schießt“, sagte der 18-Jährige. Insgesamt habe der Tag eine Einstellung verstärkt, die er ohnehin schon hatte: „Niemals mit Alkohol oder übermüdet fahren.“ 

Franziska Baumgartner

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