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Picobello: Weder leere Flaschen, Scherben noch sonstiger Müll zeugen an der Isar von der FOS/BOS-Party.

Nach FOS/BOS-Party an der Isar

„Wer feiert, kann auch aufräumen“

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Bad Tölz – Immer wieder war es in den vergangenen Jahren ein Ärgernis: Schüler hatten am Isarstrand ausgelassen gefeiert – nur leider am folgenden Tag vergessen, die Überreste der Party aufzuräumen. Dass es heuer anders kam, ist dem Engagement zweier Schüler zu verdanken.

Philip Nowak (20) und Dominik Neuhold (19) traten nach dem Feiern zum Ramadama an und hinterließen perfekt saubere Kiesbänke.

„Wer feiern kann, kann am nächsten Morgen auch aufräumen“, sagt Philip Nowak. Der Tölzer hatte mitbekommen, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder einmal Beschwerden gab, weil der Isarstrand nach der traditionellen Party der FOS/BOS-Absolventen einem Schlachtfeld mit leeren Flaschen, Zigarettenstummeln und Glasscherben glich. „Wir wollten heuer zeigen, dass es auch anders ausschauen kann.“

Philip Nowak, der schon öfter organisatorische Aufgaben übernommen hatte, nahm zusammen mit Mitschülern auch die Vor- und Nachbereitung der Feier in die Hand, die alljährlich fällig wird, nachdem an der FOS/BOS die letzte (Fach-)Abiturprüfung geschrieben ist. Schon im Vorfeld habe man im städtischen Ordnungsamt, bei der Polizei und auch bei Peter Frech vom „Jailhouse“ Bescheid gegeben.

Die Feier selbst war dann am Freitag kaum zu übersehen: 150 bis 200 junge Leute tummelten sich auf den Tölzer Isar-Kiesbänken auf Höhe des Moraltparks. Auch der nachmittägliche Platzregen konnte den Absolventen die Laune nicht verderben. „Wir sind unter die Brücke geflüchtet, aber trotzdem ziemlich nass geworden“, berichtet Nowak.

Zumindest er und sein Klassenkamerad und bester Kumpel Dominik Neuhold aus Geretsried waren aber am nächsten Tag fit genug, die Spuren der Party zu beseitigen. Einige Säcke voll Müll und das eine oder andere Tragl Leergut seien da schon zusammengekommen.

Mehrere Passanten nahmen die Aufräumaktion wohlwollend zur Kenntnis. „Einige ältere Herrschaften kamen vorbei und zufällig auch einer unserer Lehrer, und sie haben gesagt: ,Respekt, dass Ihr das so picobello hingekriegt habt‘“ – ein Lob, das Nowak freut.

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