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Wer möchte, dass der Sperrmüll bei ihm zu Hause abgeholt wird, muss ab 2018 bezahlen.

Abfallwirtschaftsunternehmen

Wer Sperrmüll abholen lässt,muss ab 2018 bezahlen

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Jetzt ist es fix: Wenn der Kreistag keinen Einwand hat, wird die Abholung von Sperrmüll künftig Geld kosten. Das Selbst-Anliefern in Quarzbichl oder in Greiling wird komplizierter, bleibt aber kostenfrei.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der Verwaltungsrat des landkreiseigenen Abfallwirtschaftsunternehmens (AWU) beschloss am Dienstag die entsprechende Satzungsänderung.

Bislang ist das Abgeben von Sperrmüll für Landkreisbürger kostenlos. Mitgebracht werden muss nur die blaue Karte, die man in den Gemeindeverwaltungen bekommt. Diese Karten wird es bald nicht mehr geben. Wer anliefern möchte, muss stattdessen ein Formular ausfüllen und an die WGV schicken. Ob es das Formular nur im Internet gebe, fragte Klaus Trischberger (CSU) mit Blick auf die älteren Mitbürger. „Nein“, sagte AWU-Chef Reiner Späth. Geplant ist, die Formulare auch in den Rathäusern auszulegen. Das habe er bei einer Bürgermeisterdienstbesprechung bereits erläutert. Die Gegenliebe war überschaubar, denn eigentlich haben die Gemeinden ab 2018 mit dem Thema Müll nichts mehr zu schaffen. Ab dem kommenden Jahr werden nämlich die Abfallgebühren nicht mehr von den Kommunen, sondern zentral über das AWU eingezogen. „In der Dienstbesprechung gab es ein gewisses Murren“ über die künftige Aufgabe, sagte Späth. „Aber im Grunde gab es Zustimmung.“

Sobald das Formular bei der WGV angekommen ist, wird geprüft, ob der Antragsteller im Landkreis wohnt und Sperrmüll abgeben darf. Und genau das ist der Unterschied zu den bisherigen Karten, bei denen man „Wildwuchs“ festgestellt habe, so Späth. So waren sehr viele im Umlauf – vermutlich über die Landkreisgrenzen hinaus. Denn: In den meisten umliegenden Kreisen ist Sperrmüll bereits jetzt kostenpflichtig.

Ist die Berechtigung geprüft, verschickt die WGV einen Bescheid – und mit dem kann der Bürger seinen Sperrmüll anliefern. Spontan gehe da nichts mehr, wandte Hans Hopfner (SPD) ein. Das dauere ja sicher eine Woche zwischen Antragstellung und Bewilligung. Späth gab ihm Recht: „Aber wenn wir die Berechtigungen ungeprüft rausschicken, kann ich die Höfe gleich ganz aufmachen.“ Außerdem sei „spontanes Anliefern gegen das Zahlen einer Gebühr“ ja möglich, ergänzte Volker Reeh (CSU). Das ist jetzt auch so: Wer keine Karte vorweisen kann, muss zahlen.

Eine Pauschale wird ab 2018 auch für denjenigen fällig, der den Sperrmüll zu Hause abholen lässt. Wie hoch diese ist, entscheidet sich im Herbst. „Was ist, wenn ich eine Couch zum Abholen angemeldet habe, und der Nachbar stellt spontan zwei Stühle dazu?“ wollte Dritter Landrat Klaus Koch (Grüne) wissen. Dann regle man das wie bisher – kulant, antwortete Späth. „Wir erheben eine Pauschale, keine mengenbezogene Gebühr.“ 

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