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Stellt derzeit im Stadtmuseum aus: Wilhelm Werth. 

Wilhelm Werth stellt im Stadtmuseum aus

Zwölf Schattierungen von Grau

Vielseitige Kunsttechniken zeigt im Stadtmuseum derzeit ein Tölzer, den viele Schülergenerationen kennen. Wilhelm Werth, langjähriger Gymnasiallehrer, präsentiert seine neuen Werke in der Schau „Landschaften“ noch bis 22. April. In Holzschnitt, Aquarell, Acryl und mit Zeichenstiften führt der studierte Künstler seine Eindrücke aus.

Bad Tölz– In seinen zahlreichen kleinen Werken, die grundsätzlich in Grautönen gehalten sind, fügen sich breite Striche zu Landschaften zusammen. Copic-Marker in bis zu zwölf Grau-Abstufungen nimmt Werth dabei zur Hand. Dabei führt Weißhöhung zu großer Tiefenwirkung. Diese weißen Striche bringt der Kunstpädagoge mit schlichten Korrekturrollern auf.

Seine Motive sammelt der Tölzer auf Reisen in den Alpen und in Skandinavien. Die Bergwelt erkundet er zu Fuß, mit dem Rad, auf Skiern und manchmal auch kletternd. Er fotografiert viel, aber hauptsächlich lasse er sich von seinen ersten Eindrücken leiten.

Ganz selten nur hält er dabei Skizzen fest. „Ich arbeite im Atelier“, sagt Wilhelm Werth. Der studierte Geograf erkunde „die Erde mit Malerei“, wie er sich selbst beschreibt.

Eindrucksvoll zeigen das seine großformatigen Acrylbilder: Starke Hell-Dunkel-Kontraste geben tiefe Felseinschnitte wieder. Manche Formen treten durch starke Umrandung kräftig hervor. Eine kleine Hütte am unteren Bildrand scheint von einer groben Gebirgsmasse beinahe erdrückt zu werden. „Viele Menschen fragen mich immer wieder, wo oder was das sei“, erzählt Werth. Aber seine Bilder hätten mit dem Realen nichts mehr zu tun. „Ich will keinem vorschreiben, was er in meinen Bildern sieht“, sagt der Künstler.

Er hat selbst erfahren, wie schnell Vorgefertigtes hängen bleibt: „Die Beschreibung eines meiner Bilder von einem Gast geht mir nicht mehr aus dem Kopf, wenn ich dieses Bild selbst betrachte“, bekennt er schmunzelnd.

Den höchsten Grad an Abstraktion erreichen vier Bilder in hellen, pastellartigen Farben. Diese sind mit kräftigem und breitem Pinselstrich übereinandergelagert. Selbst von Landschaft kann nicht mehr eindeutig gesprochen werden. Werths Werke tragen bewusst keine Titel, allein die Abkürzung „O.T.“, ohne Titel, ist auf der Bilderliste in der Galerie zu finden.

Info

„Neue Bilder von Wilhelm Werth. Landschaften“ sind im Tölzer Stadtmuseum bis Sonntag, 22. April, zu sehen. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. (von Birgit Botzenhart)

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