Erdogan rüffelt Gabriel: "Beachten Sie Ihre Grenzen!"

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Wo geht’s lang? „Willi will’s wissen“-Reporter Willi Weitzel (re.) ließ sich von seinem Bruder Manuel irgendwo aussetzen und suchte sich dann seinen Weg nach Hause – ohne Handy & Co.

Willi Weitzel kommt ins Tölzer Kurhaus

Ohne Geld und Handy durch Deutschland

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Abenteurer und Extremsportler kommen beim „Outdoor- und Adventure-Festival“ ins Tölzer Kurhaus. Willi Weitzel spricht über Erlebnisse, die jeder Erwachsene machen kann – wenn er denn den Mut dazu hat.

Bad Tölz– Wem es gefallen hat, der kommt gerne wieder. So ist das auch bei Willi Weitzel. Er hielt bereits im vergangenen Jahr einen Multimedia-Vortrag beim „Outdoor- und Adventure-Festival“ im Kurhaus. Am Sonntag, 12. März, berichtet er erneut von seinen Reisen und Abenteuern. Quasi Teil zwei von „Willis wilde Wege“.

„Die Atmosphäre war sehr schön und die Veranstalter sind ganz angenehme Menschen“, sagt der Reporter, der mit der Fernsehsendung „Willi will’s wissen“ bekannt geworden ist. Da falle es ihm gar nicht schwer, noch mal nach Bad Tölz zu kommen. Die Geschichten, die er gerne so erzählt, dass auch Kinder sie gut verstehen, gehen ihm ohnehin nie aus. „Ich hätte Material, um den ganzen Tag zu reden, aber ich habe nur eineinhalb Stunden“, sagt der 44-Jährige.

Weitzel ist ein Entdecker, ein Abenteurer, dessen Neugier einfach nie gestillt wird. „Als Reporter interessiere ich mich dafür, wie sich unsere Welt verändert.“ Er reiste zum Beispiel nach Kenia, um den Klimawandel zu beobachten, und sah, wie die Menschen dort damit umgehen, dass kein Regen mehr fällt. „Sie graben jeden Tag Löcher in die Erde, das ist eine krasse Geschichte.“

Dabei ist es immer das innere Kind, das Weitzel antreibt. „Das tragen wir Erwachsene alle in uns, halten es aber immer viel zu kurz“, sagt der 44-Jährige. Es erfordere Mut, aber wenn er seinem inneren Kind Raum gibt, kommt Weitzel auf die besten Ideen, zum Beispiel ohne Geld oder Handy durch Deutschland zu reisen – eindeutig „nicht erwachsen“.

Er ließ sich trotzdem mit verbundenen Augen von seinem jüngeren Bruder eine Stunde mit dem Auto durch die Gegend fahren. Irgendwo im Nirgendwo setzte der Bruder ihn ab und Weitzel musste wieder nach Hause finden. „Dort wo ich war, kannten sie nicht mal den Ort, in dem ich wohne.“ Der 44-Jährige brauchte dreieinhalb Tage, bis er seinen Weg gefunden hat.

Eine Reise, die sich gelohnt hat: „Ich habe gemerkt, wie häufig der routinierte Griff zur Hosentasche geht, um mal schnell zu telefonieren, ein Foto zu machen oder die App zur Orientierung zu öffnen.“ Aber da Weitzel dort natürlich nichts fand, lernte er, dass es auch eine Art Luxus ist, offline zu sein. „Wenn man sich voll auf das Hier und Jetzt einlässt, lernt man die Menschen ganz anders kennen.“

Er musste an viele Türen klopfen und nach Essen oder einem Quartier fragen. Nicht immer mit Erfolg. Weitzel wurde häufig abgewiesen, traf aber auch oft überraschend aufgeschlossene Menschen. „Es ist wie im Leben, manchmal klappt es super, manchmal passt es einfach nicht.“

Und wie es im Leben nun mal ist, erreicht Weitzel nicht immer sein Ziel. Die Besteigung des Mont Blanc musste er wetterbedingt abbrechen. Wenn er kann, beißt er sich aber durch, auch wenn es schwer fällt. Zum Beispiel beim Ammersee. Da ist er einmal durchgeschwommen. „Ich wollte das einfach mal ausprobieren, weil mein Papa früher immer gesagt hat, das ist viel zu weit“, sagt Weitzel. Er hat es zwar geschafft, muss aber zugeben: Papa hatte recht. „Ich war zwischendurch sehr erschöpft, hatte Krämpfe in den Beinen, und nach vier Stunden war ich auch ziemlich unterkühlt.“

Sein nächstes Abenteuer zieht Weitzel wieder ins Wasser. Er will auf ein Forschungsschiff in Thailand, das die Unterwasserwelt untersucht. Davon wird er in Tölz aber noch nicht erzählen können, denn nach seinen Reisen braucht er immer viel Zeit, um wie jeder Reporter eine gute Geschichte zu schreiben. Er will damit Inspiration liefern. „Das, was ich mache, kann jeder“, sagt er. „Der erste Schritt aus der Komfortzone ist am anstrengendsten, aber wenn man draußen ist, dann geht’s.“

Vortrag

Willi Weitzel kommt mit „Willis wilde Wege 2“ am Sonntag, 12. März, um 13.30 Uhr ins Kurhaus. Informationen und Karten im Internet auf www.wunderfalke.de.

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