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Bei Eis und Schnee sorgt der Winterdienst für freie Straßen im Landkreis.

Winterdienst im Tölzer Land

Für allzeit sichere Fahrt

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Bad Tölz-Wolfratshausen – Der erste richtige Schneefall bedeutet Hochbetrieb für die Winterdienste. „Bei uns ist jetzt grundsätzlich die komplette Mannschaft in Rufbereitschaft“, sagt Florian Schallhammer, Leiter des Tölzer Betriebshofs. Ab 2.30 Uhr ist ein Späher unterwegs, der die Lage kontrolliert. „Der alarmiert die entsprechenden Kräfte.“

Ab etwa 4 Uhr wird ausgerückt, sowohl mit Räum- und Streufahrzeugen als auch mit den kleineren Holdern, die für Gehwege zuständig sind. „Außerdem kümmern sich Handtrupps um Übergänge an Ampeln und Treppen“, so Schallhammer. Parkplätze werden geräumt, auch der Friedhof gehört zum Einsatzgebiet. Kreis- und Durchgangsstraßen gehören dagegen zum Zuständigkeitsbereich des Landkreises.

Tagsüber wird regelmäßig weitergeräumt. „Nachmittags ab 16 Uhr sind die Kräfte erneut in Rufbereitschaft.“ Natürlich müssten die Ruhezeiten eingehalten werden. Geräumt wird in verschiedenen Prioritätsstufen: Als erstes die Hauptstrecken, dann die Nebenstraßen. Zum Schluss die restlichen Strecken im Stadtgebiet inklusive Wanderwege. Ist es nur glatt, wird der Fokus auf Gefahrenstellen, wie etwa Steigungen, gelegt.

Um dem Winterdienst einen reibungslosen Einsatz zu ermöglichen, bittet Schallhammer Anwohner, beim Parken am Straßenrand darauf zu achten, dass der Schneepflug vorbeikommt. „Wenn jemand bei uns anruft, dass wir nicht geräumt haben, liegt es zu 90 Prozent daran, dass ein Auto dem Pflug im Weg steht.“

Für geschätzt 50 Kilometer Straßen ist der Lenggrieser Betriebshof zuständig. „Für uns übernimmt eine Fremdfirma das Räumen und Streuen“, sagt Sepp Demmel, stellvertretender Leiter. Auch im Brauneckdorf gibt es einen Späher, der die entsprechenden Mitarbeiter alarmiert. „Je nachdem, was los ist.“ Die Salzvorräte wurden bislang kaum gebraucht, deshalb sind laut Demmel genügend vorhanden.

Hausbesitzer, die Ärger vermeiden wollen, sollten sich an die Sicherheits- und Ordnungs-Verordnung der Stadt Bad Tölz halten. Darin steht, dass an Wochentagen von 7 bis 20 Uhr (an Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr) Gehwege und -bahnen auf einer Breite von etwa 1,20 Metern vor den Häusern zu räumen und zu streuen sind. „Zwei Erwachsene sollten nebeneinander gehen können“, sagt Alexander Schindler vom Ordnungsamt. Es reiche nicht, nur in der Früh zu räumen, sondern es müsse so lange wiederholt werden, dass die Sicherheit gewährleistet ist. Gestreut werden soll bevorzugt mit Split und Sand.

Der kommunale Ordnungsdienst, die Verkehrsüberwacher und die Bauhofmitarbeiter haben laut Schindler ein Auge darauf. „Sollte an manchen Stellen häufig nicht geräumt werden, wird uns das gemeldet. Dann erinnern wir den Eigentümer an seine Pflicht oder leiten ein Verfahren ein.“

Sollte sich jemand verletzen, weil er an einer ungeräumten Stelle ausrutscht, könnten die Konsequenzen viel größer sein. Schindler: „Es können straf- und zivilrechtliche Folgen auf den Eigentümer zukommen.“  

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