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Fest in der Hand der gut gelaunten Raiffeisenbank-Mitarbeiter: 1000 Sportler und viele Fans beteiligten sich an der Eröffnungsfeier in der Marktstraße.

Winterspiele der Genossenschaftsbanken

Stürze, Party und glückliche Organisatoren

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Dichtes Gedränge in der Tölzer Marktstraße: 1000 Sportler eröffneten am Freitagabend die Winterspiele der Genossenschaftsbanken. Zu sehen gab es allerlei Kurioses.

Bad Tölz – Eine Passantin blickte verwirrt auf das, was sich am Freitagabend auf der Tölzer Marktstraße abspielte: Eine endlos lange Kolonne an Menschen marschierte vom Winzerer-Denkmal Richtung Marienbrunnen. Etliche trugen blau-orange Anoraks, andere streckten Schilder mit Sprüchen in die Höhe. Dazwischen tanzten Männer mit rosarotem Panther- und Obelixkostüm, überragt von einem Hinkelstein auf Stoff. Was die Passantin sich nicht erklären konnte: In der Marktstraße feierten die Genossenschaftsbanken aus Bayern und Baden-Württemberg ein Betriebsfest mit sportlichem Anstrich – die Geno-Winterspiele.

Anspruchsvolle Piste: Nicht nur Susanne Kunz von der Raiffeisenbank Aschau-Samerberg kämpfte mit der Rodelstrecke am Zielhang am Brauneck.

Drei Wettbewerbe wurden gestern ausgetragen: 389 Teilnehmer rodelten den Zielhang am Brauneck hinab, 89 Teilnehmer wagten sich auf die Biathlon-Strecke, und am Eisstock-Wettbewerb in der Wee-Arena beteiligten sich 32 Vierer- und Fünfertams.

Biathlon-Legende Fritz Fischer (2. v. li.) mit den Organisatoren (v. li.) Michael Hagleitner, Manfred Klaar und Kathrin Melf.

Schon am Morgen war die Stimmung prächtig. Der ehemalige Biathlon-Bundestrainer Fritz Fischer gab am Schießstand Tipps (" SEITE 5). „Das ist ganz schön anspruchsvoll“, stellte die Garmisch-Partenkirchnerin Manuela Baumüller fest. „Je länger man das Gewehr hält, desto zittriger wird man. Und das Aufstehen ist auch ganz schön herausfordernd.“ Neuland betrat auch Steffi Karl: „Ich hab’ noch nie in meinem Leben mit einem Lasergewehr geschossen“, gab die Mitarbeiterin der Raiffeisenbank im Oberland zu. Lachend fügte sie hinzu: „Die Laufstrecke ist zu kurz, dass ich zehn Strafrunden aufholen kann.“ Ihre Sorge war unbegründet: Karl kam mit zwei Schießfehlern davon und siegte in der Altersklasse 41/50. Die Gastgeber räumten beim Biathlon auch sonst ganz groß ab: Kathrin Melf wurde Erste in der Klasse 31/40, und Angelika Holnburger siegte in der Klasse 51/60.

Etwas Mut war für die Schussfahrt auf dem Zielhang notwendig. Immer wieder kippten Teilnehmer von ihren Schlitten und mussten ihrem Sportgerät hinterherlaufen. „Frau sucht Schlitten. Wenn sie noch zusammenfinden, könnte es ein Happy-End geben“, kommentierte Moderator Bernhard Lingg. Am Ende ging es ganz knapp zu: Die Lokalmatadorin Sandra Kronwitter sauste in 28 Sekunden den Hang hinunter und siegte mit einem hauchdünnen Vorsprung von 17 Hundertstelsekunden. „Ein superschöner anstrengender Tag“, schnaufte die Mitarbeiterin der Raiffeisenbank im Oberland durch, die auch bei der Organisation mitgeholfen hatte. Wermutstropfen: Zwei Teilnehmer zogen sich bei dem Wettkampf Knieverletzungen zu: „Abgesehen davon ist es perfekt gelaufen“, kommentierte Mit-Organisator Josef Reiter. „Das Wetter war perfekt und die Bedingungen auch.“

Ähnlich sah es der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Manfred Klaar: „Da bekommt man eine Gänsehaut“, sagte er, als er bei der Siegerehrung von der Bühne auf die Menschenmenge in der Marktstraße blickte. „Wenn man die ganzen Menschen sieht, weiß man, dass die ganzen Mühen von einem Jahr Vorbereitung nicht vergeblich waren. Wenn nicht alle Helfer mit so viel Eifer und Optimismus dabei gewesen wären, wär’s schwer geworden.“

An diesem Samstag geht es mit den Alpin-Wettbewerben am Brauneck weiter.

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