Die Absolventinnen und Absolventen der Tölzer Montessorischule.
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Die Abschlussschülerinnen und -schüler der Tölzer Montessorischule.

Abschiedsfeier

Tölzer Montessorischüler: „Wir dürfen stolz auf uns sein“

Mit einer persönlichen und sehr herzlichen Abschlussfeier verabschiedete die Tölzer Montessorischule ihre Absolventinnen und Absolventen.

Bad Tölz – „Ein Schuljahr der besonderen Art geht zu Ende, welches in einem nie dagewesenen Maß alle Beteiligten – die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Pädagogen – vor neue Herausforderungen gestellt hat“, sagte Schulleiterin Christina Rothleitner. „Frei nach Erich Kästner haben wir als Schulgemeinschaft versucht, aus den Steinen, die diese schwierige Zeit uns in den Weg gelegt hat, etwas Neues und Schönes zu gestalten.“ Diesen Tag mit den Absolventen feiern zu dürfen, sei für sie das größte Geschenk, sagte Rothleitner. Vor einigen Wochen sei völlig unklar gewesen, ob eine Feier überhaupt möglich sein würde. „Jetzt sind wir da und dürfen Abschied voneinander nehmen.“ Mit Engagement, Durchhaltevermögen und Flexibilität hätten die Pädagogen „ihre“ Kinder auf dem Weg zum qualifizierenden Abschluss der Mittelschule beziehungsweise zur Mittleren Reife begleitet. „Die Schülerinnen und Schüler haben konsequent und mit Fleiß gearbeitet, und die Ergebnisse können sich sehen lassen“, so Rothleitner.

Die Gruppenleitungen der Abschlussklassen, Anja Lento und Claudia Jambor, hatten sich auch noch etwas Besonderes einfallen lassen: Als Zeichen der Verbundenheit wurde gemeinsam im Außenbereich der Schule ein Walnussbaum gepflanzt. Zudem hatten die Schüler Steine bemalt und mit Worten beschriftet, die für sie eine Bedeutung haben. Diese Steine finden im Garten der Schule einen Platz. Claudia Jambor verlieh außerdem ihren Gruppenkindern einen sehr persönlichen „alternativen Schulpreis“. Beispielsweise gab es für Emma den Titel „Eisprinzessin“, weil sie bei den Nationalen Winterspielen/Special Olympics Deutschland Gold und Silber geholt hatte.

Anja Lento schenkte den Zehntklässlern ein Puzzle. Das Motiv ist ein von den Schülern in Gemeinschaftsarbeit erstelltes Klassenbild in Acryl. Die drei Inklusionskinder erhielten von Rothleitner als Symbol für ihren neuen Lebensabschnitt einen „Duft“ (der weiten Welt) und eine Jakobsmuschelschale für das Gefühl neuer Freiheit, neuer Grenzen und Eigenständigkeit.

Die M10-Absolventen Naja Baur und Nick Schmidbaur hatten eine beschwingte Rede vorbereitet. „Wir haben wohl unser schlimmstes Schuljahr be- und überstanden und dennoch mit Bravour unsere Prüfungen abgelegt. An diesem Tag, heute, dürfen wir stolz auf uns sein.“ Alleine hätten die Schüler das aber nicht geschafft. „Wir hatten unsere Pädagogen, die uns auf unserem Montessori-Pfad begleitet haben. Gerade in diesem Jahr haben wir die Unterstützung zuhause wirklich gebraucht.“ Für all die Hilfe sei man mehr als dankbar. Und natürlich gab es auch noch liebevoll ausgesuchte kleine Geschenke für die Schulleitung und die Pädagogen.  tk

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