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In der Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit am Förderzentrum Bad Tölz gibt’s in der Mensa nur regionale Produkte. Das Foto zeigt (v. li.) Koch Julian Brand, Schulleiter Klaus Koch und Martin Sappl vom Zwickerhof.

Projektwoche

An dieser Schule wird Essen serviert, das die Kinder selbst angebaut haben

Das Essen schmeckt am besten, wenn die Zutaten aus dem eigenen Garten kommen: Diese Erfahrung machen derzeit die rund 150 Schüler des Tölzer Förderzentrums.

Bad Tölz Das Essen schmeckt am besten, wenn die Zutaten aus dem eigenen Garten kommen: Diese Erfahrung machen derzeit die rund 150 Schüler des Tölzer Förderzentrums. Noch bis Freitag folgt die Schule einem Aufruf von Kultusminister Michael Piazolo und veranstaltet eine Projektwoche der Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Timo Brandl, Betreiber der Mensa im Schulzentrum, verwendet in dieser Zeit ausschließlich regionale Produkte. Einige davon haben die Mädchen und Buben selbst gezogen und geerntet. „Wir haben schon vor dieser Klimawoche im Zuge der Ganztagsschule auf einer Wiese des Zwickerhofs Gemüse angebaut und eine Streuobstwiese angelegt“, berichtete Konrektor Bernd Daiberl. 

Auf der Speisekarte am Förderzentrum steht Gulasch vom glücklichen Ochsen mit Kartoffeln vom Schulacker

So stand am Dienstag „Apfelstrudel von Tölzer Bio-Äpfeln mit Vanillesoße“ auf dem Speiseplan. Auch „Luftige Brezenknödel mit selbst gepflückten Steinpilzen von der Sunntraten“ sind an einem Tag im Angebot, ein andermal „Käsespätzle von regional angebautem Getreide aus der Off-Mühle mit zweierlei Käse aus der Tegernseer Käserei“. Fleisch ist nur einmal vorgesehen, und zwar „Gulasch vom glücklichen Zwickerhof-Ochsen mit bunten Kartoffeln vom Schulacker“.

„Die Kinder haben Spaß an der Arbeit im Freien, sie können sich ein wenig vom Stress in der Schule erholen und sich in der Natur betätigen“, berichtete Zwickerbauer Martin Sappl. „Zusätzlich lernen sie Landwirtschaft und Gartenbau als Berufsfelder kennen.“

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Die Finanzierung des nachhaltigen Essens stellt allerdings eine kleine Herausforderung dar. Jede Portion kostet knapp die Hälfte mehr als normalerweise. Schulleiter Klaus Koch sieht da die Politik in der Pflicht: „In den Reden wird immer davon gesprochen, dass auch die öffentlichen Institutionen auf nachhaltige und regionale Produkte umstellen sollen. Wir stellen in dieser Woche eine Möglichkeit vor, wie das zu realisieren wäre. Für eine längerfristige Finanzierung müsste die Politik allerdings Geld zur Verfügung stellen.“

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Da traf es sich gut, dass der Eurasburger Landtagsabgeordnete und Biobauer Hans Urban (Grüne) vorbeischaute und seine Unterstützung zusagte. Als zertifizierte Umweltschule lege das Förderzentrum auch sonst großen Wert auf die Naturerziehung der Schüler, betonte Koch. „Dafür wenden wir wöchentlich mehr als zehn Stunden auf, wobei uns der flexible Lehrplan entgegenkommt.“

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