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Doch kein Umzug: Weil für die geplanten Arbeiten im Untergrund des Jungmayr- und Fritzplatzes noch zahlreiche Vorarbeiten nötig sind, können die Märkte heuer wie gewohnt stattfinden.

Bauarbeiten verzögern sich 

Wochen- und Bauernmarkt bleiben vorerst im Gries

Bad Tölz - Die Bauarbeiten, die für heuer am Tölzer Jungmayrplatz geplant waren, werden auf 2018 verschoben. Das bedeutet auch, dass die angedachte Verlegung von Bauern- und Wochenmarkt in die Marktstraße heuer noch nicht erfolgt.

Bad Tölz – Kommando zurück: Im kommenden Frühjahr sollten der Wochenmarkt (mittwochs) und der Bauernmarkt (freitags) vom Tölzer Gries in die Marktstraße umziehen, weil die Stadtwerke umfangreiche Arbeiten im Untergrund des Jungmayr- und Fritzplatzes (Gas und Wasser) zu erledigen haben. Dafür hätte vor allem der Jungmayrplatz für mindestens ein Jahr für den Verkehr gesperrt werden müssen. Baubeginn sollte um Ostern, sein, also im April. Jetzt wurde umgedacht. Die Arbeiten beginnen ein Jahr später. Grund: die problematische historische Bausubstanz vor Ort.

Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schreibt, gestaltet sich die angestrebte Sanierung der Wasseranschlüsse komplizierter als gedacht. „Zum Teil verlaufen die Wasserleitungen durch die Häuser der Nachbarn“, sagt der Geschäftsführer der Tölzer Stadtwerke, Walter Huber. Zunächst müssen also Gespräche mit den Anwohnern und Hauseigentümern zur Erfassung aller Hauswasseranschlüsse geführt werden. Um die Bauarbeiten für die Trinkwasserversorgung und den anschließenden Straßenbau zügig durchführen zu können, müssen nämlich alle Vorarbeiten innerhalb der Gebäude im Gries erledigt sein. Anwohner können sich bei Fragen übrigens an den Wasserwart der Stadtwerke, Wolfgang Stahl (Telefon 0 80 41/79 72 31) wenden.

Wie die Stadt schreibt, werden die Leitungs- und Straßenbauarbeiten am Jungmayr- und Fritzplatz erst im Jahr 2018 beginnen. Die Märkte können also weiter wie gewohnt am Jungmayrplatz stattfinden.

Die Stadt hatte die Stadtwerke-Maßnahmen dazu nutzen wollen, Wochen- und Bauernmarkt „testweise“, wie es hieß, in die Marktstraße zu verlegen. Schon vor rund zehn Jahren hatte man das versucht, um die Attraktivität der Altstadt nochmals zu erhöhen. Das war damals aber wegen der Rettungswege, der Bestuhlung für die Gastronomie, der Straßenneigung und dem Lieferverkehr abgelehnt worden.

Der erneute Vorstoß für eine probeweise Verlegung der beiden beliebten Märkte fand im Tölzer Bau- und Stadtentwicklungsausschuss im Juni durchaus Gefallen bei den Räten. Aber es gab auch energischen Widerspruch. Josef Steigenberger (CSU), der selbst im Gries wohnt, wollte nicht hinnehmen, dass zwei gewachsene Traditionsmärkte dem alten Viertel der Flößer und Handwerker einfach weggenommen werden. Auch Florian Rein (FWG) sprach von einer Belebung und Aufwertung des Ortsteils durch die beiden Märkte.

Christoph Schnitzer

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