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Auf diesem Grundstück an der Osterleite möchte die Stadt Wohnhäuser errichten.

Sachstandsbericht im Ausschuss

Wohnanlage Osterleite: Baubeginn 2017

Bad Tölz – Günstiger Wohnraum, das ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben, die die Stadt für sich erkannt hat. Nach der im Bau befindlichen Gemeinschaftsunterkunft für die Flüchtlinge auf der Flinthöhe, die später einmal zu sozialem Wohnraum umgenutzt werden soll, treibt das Rathaus Pläne für weitere zwei Wohnanlagen voran.

Während ein Mehrfamilienhaus in der Kohlstatt (14 Wohnungen) beschlossen ist und von der Baugenossenschaft Lenggries verwirklicht werden soll, wird die Stadt bei einem weiteren Wohnkomplex an der Osterleite selbst als Bauherr auftreten. Im Finanzausschuss am Dienstag stellte die stellvertretende Kämmerin Silke Furmanek nun den Sachstand des Projekts vor. Demnach wurde der Vorentwurf der Architekten Palutek und Hintermaier inzwischen von der Regierung von Oberbayern als förderwürdig beurteilt.

Geplant sind auf der 3650 Quadratmeter großen Wiese neben dem Rehazentrum Isarwinkel und dem „Kesselhaus“ drei Baukörper mit je sechs Wohnungen, die durch Laubengänge miteinander verbunden sind.

Eine Schätzung der Baukosten – allerdings ohne Abwasserbeseitigung mit Hebeanlage – beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Etwa 1,5 Millionen würde die Stadt vom Freistaat erstattet bekommen, der Rest soll über ein Darlehen finanziert werden. Dafür liegen der Stadt äußerst günstige Angebote vor, etwa für einen zinsfreien Kredit mit zehnjähriger Laufzeit. Sobald eine exakte Kostenberechnung vorliegt, soll der Stadtrat einen Beschluss fassen. Dass ein Darlehen möglichst schnell abgezahlt werden soll, darüber bestand im Ausschuss aber Konsens. Baubeginn soll nächstes Jahr sein.

Franz Mayer (Grüne) regte an, auf jeden Fall eine Fotovoltaikanlage auf den Dächern zu errichten. Das müsste letztlich über die Miete finanziert werden und wäre damit kontraproduktiv, zweifelte Bauamtsleiter Christian Fürstberger am Sinn der Anschaffung. „Das ist nur bei Eigenverbrauch interessant“, meinte Bürgermeister Josef Janker, „das muss man erst mal durchrechnen.“ Mayer hielt es auch für denkbar, dass man die Anlage an die Stadtwerke vermietet.

Der Grünen-Sprecher wollte auch wissen, ob an Lärmschutz gedacht sei. Nicht damit das benachbarte „Kesselhaus“ dann unter Klagen der neuen Nachbarn leiden müsse. Lärmschutz sei teuer, mahnte Fürstberger.

„Könnte nicht eine der Wohnungen rollstuhlgerecht hergerichtet werden?“, fragte Ulrike Bomhard (FWG). Eher nicht, erwiderte Liegenschaftsleiterin Bettina Faßbender, denn sie müsse dann auch vorgehalten werden, wenn es keinen Rollstuhlfahrer gebe, der auf eine Wohnung warte. Sie hielt es für sinnvoller, dass es einen Aufzug gibt. Und als barrierefrei gelten die Wohnungen.

Christoph Schnitzer

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