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Ab in die Ferien: Heute bekommen Schüler ihre Zeugnisse.

Heute gibt's Zeugnisse

Schlechte Noten: „Schimpfen bringt wenig“

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Bad Tölz-Wolfratshausen - Sie haben gelernt und geschwitzt: Heute bekommen die bayerischen Schüler das Ergebnis ihrer Arbeit. Nicht für jeden ist der Zeugnistag ein erfreuliches Ereignis. Wenn eine Note nicht so gut ausfällt, sollten Eltern mit Verständnis reagieren.

Die Ferien sind zum Greifen nah. Eine Sache steht dem In-den-Tag-hinein-Leben noch im Weg: die Zeugnisse. Andrea, die die achte Klasse der St.-Ursula-Mädchenrealschule in Hohenburg besucht, sieht dem letzten Schultag gelassen entgegen. „Ich habe keine schlechten Noten“, sagt sie. Mitschülerin Sophie hat ebenfalls keine Angst vor der Zeugnisübergabe, schließlich kenne sie ihre Noten ja noch nicht. Da brauche sie sich jetzt noch keine Sorgen machen.

Doch nicht für jeden Schüler bricht der heutige Tag mit einem unbeschwerten Gefühl an. „Es ist unangenehm, wenn man nicht die Leistung erbracht hat, die man sich erhofft hat und das dann schwarz auf weiß lesen muss“, sagt Harald Vorleuter, Direktor des Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums. Dort hat vor einigen Tagen die große Lehrerkonferenz stattgefunden. „Bei 1000 Schülern sind es nicht mehr als ein oder zwei Prozent, die nicht vorrücken können.“

Damit niemand Angst vor seinem Leistungsnachweis haben muss, versuchen die Schulen das ganze Jahr über, Kontakt mit den Heranwachsenden und ihren Eltern zu halten. „Wir geben alle sechs bis acht Wochen Notenbögen heraus, daher dürfte es heute keine großen Überraschungen geben“, sagt Manfred Ilitz, Schulleiter der Realschule in Schlehdorf.

Auch in der Südschule dürften die Schüler wissen, was auf sie zukommt. „Unsere Lehrer leisten da gute Arbeit im Vorfeld“, sagt Rektor Christian Müller. Gleichwohl dürften die Schüler dem heutigen Tag mit Respekt und Spannung entgegensehen. „Dass der eine oder andere nervös ist, ist normal“, meint auch Bernd Kraft, Rektor der Mittelschule Lenggries.

An der Max-Rill-Schule ist die Wiederholerquote laut Gesamtleiterin Carmen Mendez extrem niedrig. „Es muss nur eine Schülerin in die Nachprüfung.“ Zweimal im Jahr besprechen die Lehrer mit Eltern und Schülern den Notenstand. „Ich denke, es läuft ziemlich ideal bei uns.“

Apropos Eltern: Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Frage, ob Schüler Angst vor ihrem Zeugnis haben oder nicht, finden die Schulleiter. „Schimpfen bringt wenig“, sagt der Rektor der Südschule. „Eltern sollten Verständnis zeigen, damit ich nicht befürchten muss, gleich verurteilt zu werden“, so Vorleuter. Außerdem sei wichtig, das Gespräch mit der Schule zu suchen, meint Ilitz. „Eine Note ist nicht nur eine Zahl, es steckt immer etwas dahinter, und das ist häufig mit einfachen Mitteln zu beheben.“

Dass Noten nur die Intelligenz auf einem bestimmten Gebiet bewerten und nicht auch die Persönlichkeit in die Bewertung mit einfließt, finden Andrea und Sophie von der St.-Ursula-Realschule ungerecht. „Die Note übermittelt dem Schüler, wo er steht“, erklärt Mendez von der Max-Rill-Schule. Trotzdem spielt die Persönlichkeit des Schülers eine wichtige Rolle. „Im Wortgutachten finden sich die meisten wieder“, sagt Ilitz. Und das sage oft mehr aus, als die Noten, die darunter im Zeugnis stehen, fügt Kraft hinzu.

Wenn die Schule heute aus ist, brechen für die Mädchen und Buben sechs Wochen Ferien an. Und die sind – egal wie die Noten ausgefallen sind – zu Erholung da. „Damit sie im neuen Schuljahr mit Lust und Motivation an die Sache herangehen können“, sagt der Rektor der Lenggrieser Mittelschule. Gleichwohl kann es nicht schaden, die eine oder andere Lücke zu schließen. „In Absprache mit den Lehrern können die Schüler einzelne Punkte wiederholen, sollten es aber nicht übertreiben“, sagt Ilitz. Gegen Ende der Ferien könne das Lernen allmählich erhöht werden, so Vorleuter. „Damit die Schüler nicht unvorbereitet ins neue Schuljahr starten.“  

Sorgentelefon: Für den Zeugnistag hat die staatliche Schulberatung unter der Nummer 0 88 57/69 44 13 ein Sorgentelefon eingerichtet.

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