Blick über die Dächer des traditionsreichen Tölzer Stadtteils Gries: Bei der Diskussion über die Zukunft des Viertels wollten am Samstag viele Bürger mitreden. Die Stadt freut sich über die große Resonanz. Foto: arp/Archiv

Drei Fragen an Florian Ernst 

Zukunft des Gries: „Man sieht, es bewegt sich was“

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Die Resonanz war riesig: Als die Stadt Bad Tölz am Samstag zum Erkundungsspaziergang durchs Gries einlud, kamen rund 100 Interessierte. Im Gespräch mit dem Tölzer Kurier zieht der designierte Stadtbaumeister und Koordinator des Projekts, Florian Ernst, eine Bilanz der Veranstaltung und erklärt, wie es jetzt weitergeht.

Bad Tölz– Die Resonanz war riesig: Als die Stadt Bad Tölz am Samstag zum Erkundungsspaziergang durchs Gries einlud, kamen rund 100 Interessierte (wir berichteten). Der traditionsreiche Stadtteil soll aufgewertet werden – und die Gelegenheit, dabei ein Wörtchen mitzureden, wollten sich viele Bürger nicht entgehen lassen. Im Gespräch mit dem Tölzer Kurier zieht der designierte Stadtbaumeister und Koordinator des Projekts, Florian Ernst, eine Bilanz der Veranstaltung und erklärt, wie es jetzt weitergeht.

Herr Ernst, waren Sie überrascht, dass so viele Bürger zu der Veranstaltung gekommen sind?

Wir haben uns sehr gefreut, dass sich so viele Bürger trotz des schlechten Wetters auf den Weg gemacht haben. Wir hatten im Vorfeld auf eine rege Beteiligung gehofft, aber sicher ist man vorher ja nie.

Florian Ernst, designierter Stadtbaumeister

Gab es Aspekte, an die die Stadt noch gar nicht gedacht hatte?

Die Wünsche, Anregungen und Meinungen der Bürger waren für uns nicht unerwartet. Auch haben wir gewusst, dass manche Themen sehr kontrovers gesehen werden. Aber noch geht es ja nicht um eine Bewertung der Wortmeldungen. Im Augenblick geht es um die Sammlung von Argumenten und Ideen der Bürgerinnen und Bürger. Die vorgebrachten Anregungen fließen in die Arbeit der Impulsgruppe mit ein, die an diesem Mittwoch ihr erstes Treffen hat. Nach intensiver thematischer Auseinandersetztung in den Workshops werden abschließend die umfänglichen Planungsziele definiert. Diese bilden den Planungsrahmen für die städtebauliche Ausarbeitung des Gries.

Fühlt man angesichts der vielen Vorschläge und Anregungen eher Rückenwind oder Ernüchterung? Die Interessen scheinen ja weit auseinander zu gehen. Stichwort Kopfsteinpflaster oder Kneipe…

Dass die Umgestaltung des Gries so viel Resonanz hervorruft, sehen wir sehr positiv. Das bestätigt uns, dass wir mit dem Moderations-Prozess hier absolut auf dem richtigen Weg sind. Es stimmt, ja, manche Positionen liegen weit auseinander. Interessant war am Samstag vor allem auch zu sehen, wie die Bürgerinnen und Bürger aus dem Gries selbst untereinander über manche Aspekte ins Gespräch gekommen sind. Da sieht man, es bewegt sich etwas. Ganz klar ist, dass es zu jedem Thema oft zwei Seiten gibt – und für jede Seite gibt es gute Argumente. Die Lösung auf die offenen Fragen haben wir in der Stadt auch noch nicht. Das wird der Planungsprozess ergeben.

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