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„Wir halten zusammen“: Das will die Elterninitiative „Mother Hood“ mit dem „Band für unsere Kinder“ zum Ausdruck bringen – hier aufgespannt am Isarufer.

Vor der Kreistagssitzung

Zusammenhalt und Diskussionen

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Bad Tölz - Die aktuelle Debatte um die Zukunft der Tölzer Geburtshilfe wird von mehreren Veranstaltungen und Aktionen begleitet. Eine Übersicht.

Eine wichtige Entscheidung zur Zukunft der Geburtshilfe in Bad Tölz fällt am kommenden Freitag im Kreistag: Das Gremium stimmt wie berichtet darüber ab, ob der Landkreis einen jährlichen Sicherstellungszuschuss in Millionenhöhe an die Asklepios-Stadtklinik zahlen soll – was nach Stand der Dinge die einzige Möglichkeit wäre, dass es nach der Schließung der Geburtshilfe am Monatsende in Zukunft einen Neustart als Hauptabteilung gibt. Begleitet wird die aktuelle Debatte von mehreren Veranstaltungen und Aktionen.

Die in Berlin ansässige Tageszeitung taz lädt am Donnerstag, 23. März, um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ins Pfarrheim Heilige Familie ein. Der Abend steht unter der Überschrift „Geburtsort: Ungewiss“ und gehört zur Reihe „taz – Mein Land“. Dabei hört sich die taz-Redaktion in den Monaten vor der Bundestagswahl in der Republik um, wo die Bürger der Schuh drückt. Die Diskussionsrunde am Donnerstag besteht aus der Hebamme Dosris Wallé, Joachim Ramming (Geschäftsführer Asklepios-Kliniken Bad Tölz), dem Tölzer CSU-Stadtrat Ingo Mehner, FDP-Kreisrat Günther Fuhrmann, dem evangelischen Dekan Martin Steinbach und Jana Kießling von der Bundeselterninitiative „Mother Hood“, die die Veranstaltung mit initiiert hat.

„Mother Hood“ hat zudem die Aktion „Ein Band für unsere Kinder“ gestartet. Familien steuern Stoffbahnen mit Namen und Geburtsdatum ihres Kindes bei, Kießling näht alles zusammen. Das entstehende, nach Hoffnung der Initiatoren bald kilometerlange Band soll symbolisieren: „Wir halten im Kampf um die Geburtshilfe zusammen.“ Es wurde bereits an der Isarpromenade um Bäume gewickelt. Bei der Kreisausschuss-Sondersitzung vergangenen Freitag durften es die Aktivistinnen nicht entrollen, wollen aber beim taz-Abend wieder damit auftreten.

Auf etwas andere Art setzt sich die Tölzer Filmproduktionsfirma „Cinerella“ für die Geburthilfe ein: Sie hat dazu ein Video produziert, das unter anderem auf der Facebook-Seite des Tölzer Kurier zu sehen ist.

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