+
So sah der bis 1. Mai amtierende Kreistag aus. Der neue nimmt am 6. Mai  seine Arbeit auf.

Konstituierende Sitzung am 6. Mai

Zwei Ausschussgemeinschaften im neuen Tölzer Kreistag - nur die AfD bleibt allein

  • Veronika Ahn-Tauchnitz
    vonVeronika Ahn-Tauchnitz
    schließen

Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistags ist für Mittwoch, 6. Mai, um 14 Uhr im Tölzer Kurhaus vorgesehen. Schon im Vorfeld gab es bei den kleineren Gruppierungen Sondierungsgespräche.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Herausgekommen bei den Sondierungsgesprächen ist dabei nun eine Ausschussgemeinschaft aus ÖDP, Freien Unabhängigen Wählern, Bayernpartei und FDP. Ursprünglich hatte die ÖDP statt mit der Bayernpartei mit der Linken verhandelt. Deren Vertreter, Sebastian Englich, wird nun aber mit den vier Mandatsträgern der SPD eine Ausschussgemeinschaft bilden. „Ich freue mich darüber“, sagt Filiz Cetin, die für die SPD neu in den Kreistag einzieht. „Gemeinsam wollen wir für soziale Gerechtigkeit in unserem Landkreis einstehen.“ Inhaltlich stehe die Linke der SPD näher, erklärte Englich seine Entscheidung.

ÖDP zieht mit zwei Räten in den Kreistag nach

Stärkste Kraft in der zweiten Ausschussgemeinschaft ist die ÖDP. Nach sechsjähriger Pause zog die Partei mit 3,85 Prozent der Wählerstimmen und mit zwei Vertretern wieder in den Kreistag ein. Monika Achermann-Weinert aus Wolfratshausen und Max Korntheuer aus Münsing vertreten künftig die ÖDP.

Zwei Räte reichen aber nicht, um Anspruch auf einen Sitz in den Ausschüssen, in denen die meiste Arbeit stattfindet, zu haben. Dafür braucht es mindestens drei. Mit Franz Hartmann (FUW) aus Wackersberg, Edmund Häner (Nachrücker der FDP) aus Geretsried und Wolfgang Morlang (Bayernpartei) aus Lenggries „bilden wir eine kollegiale Organisationsgemeinschaft und werden uns in den nächsten Jahren zu fünft gegenseitig auf dem Laufenden halten“, erklärt Monika Achermann-Weinert, Sprecherin der neuen Ausschussgemeinschaft.

Ausschussgemeinschaft großer Schritt nach vorn für FUW

Vor allem für die FUW ist das ein großer Schritt nach vorne. Zwar ging bei der Kommunalwahl im März einer von zwei Sitzen verloren. In den vergangenen sechs Jahren gehörten sie aber keiner Ausschussgemeinschaft an. Dieses Schicksal könnte in der kommenden Amtszeit die zwei Kreisräte von der AfD ereilen. 

Lesen Sie auch:

Zehn Gruppierungen ziehen in den Tölzer Kreistag ein

Tölzer Gesundheitsamts-Chef zu Corona: „Wir dürfen nicht alles zur Tragödie machen“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare