Entscheidung offiziell: Das planen die Bayern mit Coman

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Telefonbetrüger suchten sich am Montag zwei Seniorinnen als Opfer. Doch die Lenggrieserin (76) und die Tölzerin (81) ließen sich nicht täuschen. 

Zwei Fälle im Isarwinkel

110-Masche: Polizei warnt vor falschen Polizei-Anrufen

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Bad Tölz/Lenggries - Zwei Seniorinnen erhielten am Montag Anrufe von Betrügern, die sich als Polizeibeamte ausgaben. Die Polizei warnt nun vor den Unbekannten, die es auf Geld und persönliche Daten abgesehen haben - und vor der bekannten 110-Masche. 

Die 76-jährige Lenggrieserin wurde schnell misstrauisch: Am Montag gegen 10.10 Uhr wurde sie laut Polizei von einem jüngeren Mann angerufen. Er gab an, von der Tölzer Polizei zu sein und forderte eine sofortige Zahlung auf ein Konto. Nur so könne die Frau einen Bußgeldbescheid abwenden. Als die Frau den Anrufer, der hochdeutsch sprach, nach seinem Namen fragte, legte er auf.

Am selben Tag gegen 21.25 Uhr meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter, jedoch mit ausländischem Akzent, bei einer 81-jährigen Tölzerin. Er erzählte ihr von zwei festgenommenen Ausländern, bei denen ein Zettel mit den Daten der Tölzerin gefunden worden sei. Im Laufe des Gesprächs übernahm ein zweiter Mann. Der deutsche Muttersprachler fragte die 81-Jährige nach ihren Bankdaten und Besuchen von Handwerkern aus. 

Nach Angaben der Polizei reagierte die Frau „sehr bedacht“: Sie teilte den Anrufern mit, dass sie den Betrugsfall am nächsten Tag der Polizei melden würde und beendete das Gespräch. Im Display ihres Telefons wurde die Nummer 08041/110 angezeigt. Die „echte“ Polizei warnt nun vor Anrufen dieser Nummer und weist darauf hin, dass kein Polizeibeamter persönliche Daten von Bürgern am Telefon erfragen wird.  

Die 110-Masche „zieht sich seit geraumer Zeit durch ganz Deutschland. Sie taucht periodisch immer wieder auf“, sagt Andreas Loeffler von der Polizei Bad Tölz. Im vergangenen Jahr häuften sich die Fälle in Oberbayern und erreichten unter anderem den Landkreis Miesbach. Die Methode, die eine gefälschte Nummer auf dem Display des Angerufenen erscheinen lässt, nennt sich „Call ID Spoofing“ und funktioniert vor allem über Internet-Telefonie. Laut Loeffler bedarf es für den Trick keine großen technischen Kenntnisse. „Die Nummern kann man sich aus dem Internet holen. Das ist kein Problem.“   

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