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Bad Tölz erlebte am Dienstag eine Bilderbuch-Leonhardifahrt. Die Bilanz der Polizei fällt alles in allem positiv aus.

Bilanz

Zwei Schlägereien - Polizei sagt trotzdem, dass Leonhardi glimpflich ausging

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Die Bilanz der Polizei zur Tölzer Leonhardifahrt fällt insgesamt positiv aus. Es wurden zwar zwei kleinere Raufereien registriert, „aber es gab keine Großschlägerei und auch keine Exzesse“, sagt der stellvertretende Inspektionsleiter Rohrhofer

Zu einer Schlägerei kam es am Leonhardiabend gegen 21.10 Uhr an der Mühlfeldkirche. Laut Polizei reagierte ein 23-jähriger Iffeldorfer auf die Provokationen eines Reichersbeurers (27), indem er ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. Der Reichersbeurer trug eine Platzwunde über dem linken Auge davon. Gegen den Iffeldorfer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Beide Kontrahenten waren betrunken.

Schon zuvor, gegen 18 Uhr, waren in einer Gaststätte an der Nockhergasse ein Tölzer (41) und ein Gaißacher (51) aneinander geraten. Laut Polizei hatte sich ein Disput entwickelt, weil der Gaißacher der Ehefrau des Tölzers an Gesäß gefasst haben soll. Schließlich schlugen beide aufeinander ein, fielen raufend zu Boden und verletzten sich leicht. Laut Polizei war nicht zu übersehen, dass beide betrunken waren. Auch gegen sie wird nun ermittelt.

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Insgesamt aber stellt Rohrhofer fest: „Wenn man bedenkt, wie viel Alkohol unterwegs war, ist es glimpflich ausgegangen.“ Und das obwohl es bis in die späten Abendstunden sehr voll in der Innenstadt und ihren Lokalen war.

Sehr zufrieden zeigt sich Rohrhofer auch mit der Arbeit des Sicherheitsdienstes, der erstmals im Einsatz war. „Die Mitarbeiter haben die Vorgaben konsequent umgesetzt und die Polizei entlastet.“ Die drei Streifen der Tölzer Polizei seien zudem von drei Streifen des Einsatzzugs Murnau unterstützt worden. 

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Peter Frech, Chef des beauftragten Sicherheitsdienstes, spricht von einem „Top-Tag“. „Für uns war das Neuland, aber die Kommunikation mit Polizei, Feuerwehr und Sanitätern hat super funktioniert.“ Trotz des Andrangs von rund 18 000 Besuchern und der teilweisen Sperrung des Parkhauses an der Bockschützstraße ist laut Polizei auch kein Parkchaos entstanden. Lediglich am Morgen seien 14 Fahrzeughalter verwarnt worden, weil ihre Autos Rettungswege blockierten. Die meisten Halter habe die Polizei erreicht, damit sie ihre Autos wegfahren, ein Fahrzeug wurde abgeschleppt.

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