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Gehen am 29. März in die Stichwahl: Anton Demmel (CSU) und Amtsinhaber Josef Niedermaier (FW). 

Kommunalwahl 2020

Bad Tölz-Wolfratshausen: Landratswahl geht in die zweite Runde

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Wer wird Landrat? Diese Frage wird erst in der zweiten Runde am 29. März entschieden: In die Stichwahl gehen Amtsinhaber Josef Niedermaier (FW) und sein CSU-Herausforderer Anton Demmel.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Noch am Vormittag hatte Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) einen Tipp abgegeben, wie er am Abend wohl abschneiden würde. „Ich hab’ mir 38 Prozent gegeben“, sagt er am Abend. Dass es am Ende dann knapp 43 Prozent waren – „damit bin ich vollauf zufrieden. Das ist tatsächlich etwas mehr als ich mir selbst zugetraut habe.“ Er freue sich „riesig“, sagt Niedermaier (56). Allerdings merkt man im Gespräch auch, dass den Tölzer momentan andere Dinge mehr beschäftigen: Das Coronavirus, die Umsetzung der verschärften Vorgaben aus München und das Problem, dass er eigentlich mehr Leute im Gesundheitsamt bräuchte, weil das Bürgertelefon völlig überrannt wird. „Ob und wie wir die nächsten zwei Wochen Wahlkampf machen – das werden wir jetzt einfach schauen müssen“, sagt Niedermaier. Er hoffe einfach, dass sich viele an der Stichwahl beteiligen.

Diese Hoffnung teilt CSU-Herausforderer Anton Demmel (48). Generell sagt er: „Ich bin nicht enttäuscht.“ Eher im Gegenteil: Dass er gut 30 Prozent eingefahren hat, „das war mein Ziel, das habe ich erreicht“. In zwei Wochen bei der Stichwahl „werden die Karten dann neu gemischt“. Es habe sich gezeigt, dass er natürlich in seiner Heimatgemeinde Königsdorf, aber auch im benachbarten Geretsried sehr gut abgeschnitten habe – „also da, wo man mich kennt“. In den anderen Gemeinden werde er jetzt bis zum 29. März „noch ein bisschen Gas geben“.

Cetin hätte sich zweistelliges Ergebnis gewünscht

Als Filiz Cetin (SPD) ihr Ergebnis – knapp 7 Prozent – gestern zum ersten Mal gesehen hat, sei sie schon ein wenig enttäuscht gewesen“, gibt die 43-jährige Tölzerin zu. „Ich hätte mir ein zweistelliges Ergebnis gewünscht. Mein Gefühl war gut, und auch die Rückmeldungen in den letzten Wochen waren superpositiv.“ Mit etwas Abstand kann sie mit ihrem Abschneiden jetzt aber leben. „Ich lebe erst seit eineinhalb Jahren hier. Letztlich haben mir über 3000 Menschen ihr Vertrauen geschenkt.“ Jetzt hofft sie, dass sie in den Kreistag einziehen wird. „Ich kämpfe weiter“, sagt Filiz Cetin.

Koch: „ein absolut achtbares Ergebnis“

„Absolut zufrieden“ ist Klaus Koch (55) mit seinen über 18 Prozent. Im Vergleich zu vor sechs Jahren legte der Beuerberger noch einmal um über 2000 Stimmen zu. „Ich finde, das ist ein absolut achtbares Ergebnis.“ Dass ihn manche im Vorfeld statt Demmel in der Stichwahl sahen, „daran habe ich selber nie geglaubt“. Er sehe in dem guten Abschneiden „eine Bestätigung meiner Arbeit. Das gibt mir Rückenwind.“ Er sehe, dass es drei politische Schwergewichte hier im Landkreis gebe – „und ich bin einer davon. Das macht mich schon ein bisschen stolz.“

Eher ein Leichtgewicht auf der kommunalpolitischen Bühne ist Sebastian Englich – wenn es nach dem Ergebnis geht. Zwei Prozent bekam der Kandidat der Linken. „Im Großen und Ganzen habe ich das so erwartet“, bekennt der 35-jährige Tölzer. Dann räumt er aber doch ein, „dass ich mir ein bisschen mehr erwartet hätte. Vielleicht vier, fünf Prozent.“ Nun hoffe er, dass die Linke in den Kreistag einzieht. Englich: „Das war ja immer das oberste Ziel.“

Mit den Ergebnissen der Kreistagswahl wird am Montag im Lauf des Tages gerechnet.

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