Erfolgreiche Familie: 2010 erhielten die Eberls den Wirtschaftspreis des Landkreises. Unser Bild zeigt (v. li.) die Juniorchefs Josef und Natascha sowie die Seniorchefs Karin und Josef Eberl. Foto: mühlbauer/archiv

Bäckerei Eberl erweitert und plant Café

Bichl - In der Bichler Dorfmitte gibt’s bald einige Veränderungen: Die Bäckerei Eberl erweitert und plant unter anderem ein Café.

Keine Gemeinde im Loisachtal hat sich in den vergangenen Jahren im Dorfkern baulich so grundsätzlich verändert und so positiv entwickelt wie Bichl. Dank der Fördermaßnahmen durch die Dorferneuerung wurde vieles möglich beziehungsweise angestoßen. Mit der Dorferneuerung hat die Bäckerei-Erweiterung freilich nichts zu tun. Aber weil das Rathaus nun aus der alten Gemeindekanzlei umziehen konnte, ist neben der Bäckerei nun Platz. Die Erweiterung war schon in den vergangenen Jahren immer wieder Thema, meistens jedoch als Idealvorstellung. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht.

Bäcker Josef Eberl legte dem Gemeinderat nun einen Planentwurf vor. Es geht um einen Neubau zur Erweiterung der Produktion samt Neben- und Verwaltungsräumen und um ein Café.

„Wir platzen aus allen Nähten“, sagte Eberl auf Anfrage. Die alte Gemeindekanzlei soll abgerissen werden. An dieser Stelle soll ein Neubau entstehen, in dem Eberl seinen Konditoreibetrieb unterbringen möchte. „Wir brauchen zum Beispiel größere Kühl- und Lagermöglichkeiten“, sagt der Bäcker. Zwischen Neubau und dem jetzigen Bäckereigebäude plant er einen Verbindungsbau, um Kommissionierung (Auslieferung) abwickeln zu können. Die Eberls liefern ihre Backwaren in die ganze Region, unter anderem in Reha-Kliniken, Hotels, Metzgereien und ins Benediktbeurer Kloster.

Das Café soll ein alleinstehendes Gebäude an der Straßenecke werden. Geplant sind Sitzgelegenheiten für 40 Personen sowie ein Gartenbetrieb. Im Obergeschoss des Hauses, das laut Plan ein Zeltdach und große Fenster hat, sollen Schulungsräume für die Mitarbeiter entstehen.

Im Gemeinderat wurde das Vorhaben grundsätzlich gelobt. Eberl reichte noch ein paar Fragen ein, die Gemeinde beziehungsweise Landratsamt klären müssen. Unter anderem geht es um das Dach des Cafés. Dafür braucht Eberl eine Ausnahme von der Ortsgestaltungssatzung. „Ich finde, es passt gut rein. Ähnliche Dächer haben wir in der Umgebung auch“, sagte Zweiter Bürgermeister Markus Geißler. Barbara Liebl sagte dagegen offen, dass ihr die Gebäudeform grundsätzlich „nicht so zusage“. „Aber für ein Café ist es ganz ansprechend, und in dieser Planungsphase geht es jetzt noch nicht um das Gestalterische.“ (müh)

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