+
Aus dem Film „Out of Mind“ ist diese Szene. Die Bike-Park-Humoreske wird auf dem Festival gezeigt.  

Zwischen Kaschmir und Karwendel

Das „Bayerische Outdoor Film Festival“ bringt Kurzfilme nach Bad Tölz

Sechs Kurzfilme, die alle etwas mit Bayern zu tun haben: Darum geht es bei dem „Bayerische Outdoor Film Festival“, das am 29. März und 2. April in Bad Tölz stattfindet.

Bad TölzIn Bayern daheim – in der Welt zu Gast: Unter dieses Motto haben zwei Filmemacher das „Bayerische Outdoor Film Festival“ – kurz „BOFF“ genannt – gestellt. Andreas Prielmaier aus Hausham und Tom Dauer aus Warngau zeigen Abenteuerfilme, die alle auf ihre Weise mit Bayern zu tun haben: Entweder sind die Protagonisten aus dem Freistaat, oder der Film wurde in den Bayerischen Alpen gedreht.

In elf bayerischen Städten von Nürnberg bis Kempten werden die sechs Kurzfilme gezeigt, die von sieben Minuten bis zu einer knappen halben Stunde dauern. In Bad Tölz kann man die Filme am Mittwoch, 29. März, und am Sonntag, 2. April, im Isar-Kino-Center am Moraltpark anschauen.

„Wir haben über die Jahre hinweg ein ziemlich großes Netzwerk aufgebaut“ erklärt Tom Dauer die Auswahl der Filme. Mit dabei sind das Skifreeride-Abenteuer „Now!“, das Skitouren-Portrait „One Step“, „In letzter Sekunde“, ein Alpinkletter-Drama von der Lalidererspitze, die Skipersiflage „A Mords Sauhaufen in an z’kloan Zelt“, eine Bike-Park-Humoreske namens „Out of Mind“ sowie „Eyes of God“, das von einem Kajak-Abenteuer in Kirgisien berichtet.

Wurzeln mit der Welt verbinden

Sowohl Dauer als auch Prielmaier sind selbst Filmemacher und bestens mit den Bergen dieser Welt vertraut. „Wir sind beide von Kindesbeinen an auf den Bergen vor unserer Haustür unterwegs gewesen und haben später Gebirge von Südamerika bis zum Himalaya erkundet“, sagt Dauer. „Jetzt sind wir wieder daheim angekommen und wollen mit diesem Festival die Verbindung unserer Wurzeln in den heimischen Bergen mit dem, was wir von unseren Touren aus aller Welt mitbringen zeigen.“ Prielmaier war als professioneller Snowboarder erfolgreich und war unter anderem mehrere Jahre als Chefredakteur des Ski-Magazins „Snow“ tätig. Tom Dauer ist Literaturwissenschaftler, Autor und hat bereits Bücher zum Thema Berge veröffentlicht und sich mit unter anderem mit dem Kinofilm „Streif – One Hell of a Ride“ einen Namen gemacht.

Erklärtes Ziel des BOFF ist es, auf dem gemeinsamen Nenner Bayern eine besondere Nähe zwischen Festivalbesuchern, Bergsportlern, Protagonisten, Filmemachern sowie Vertretern von Industrie und Medien herzustellen. Das BOFF steht für eine Atmosphäre, die die Freude an der Heimat mit der Lust auf die Fremde verbindet – zu einer Mischung, aus der neue Abenteuer und Projekte wachsen können. Die präsentierten Filme erzählen mittels eindrucksvoller Landschafts- und Aktionsaufnahmen Geschichten, die dem Zuseher im Gedächtnis bleiben. „Reine Actionfilme sprechen immer weniger Zuschauer an, zu groß ist mittlerweile die Schwemme an effekthaschenden Movies“, sagt Andreas Prielmaier.

Auch zwei der Filmemacher – Johannes Hoffmann und Olaf Obsommer – sind in Bad Tölz dabei. Es gibt persönliche Gespräche und Einblicke. Eine interessante Sache also für alle Berg- und Filmfans.

Weitere Infos

Wer dabei sein will, kann sich beim Tölzer Isar-Kino-Center Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse für 9,50 Euro besorgen. Beginn ist am Mittwoch, 29. März, um 20 Uhr, am Sonntag, 2. April, um 15 Uhr. Weitere Infos dazu gibt es im Internet auf www.boff-film.de.  

Ines Gokus

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unter neuer Führung in die fünfte Jahreszeit
Für viele ist sie noch weit entfernt, beim Maschkeraverein Bichl aber hat die fünfte Jahreszeit schon begonnen. „Lassts’es kracha, lasst’es fliangn“, rief Bürgermeister …
Unter neuer Führung in die fünfte Jahreszeit
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Montagabend
Schneeglätte: Drei Unfälle
Die winterlichen Straßenverhältnisse wurden am Sonntag drei Fahrern zum Verhängnis. Bei den drei Unfällen entstand über 30 000 Euro Sachschaden.
Schneeglätte: Drei Unfälle
Ein Hauch Rotlichtmilieu in der Heimatbühne
Es ist eine Geschichte, wie man sie häufig in der Zeitung lesen kann: Von einem, der alles hat, aber noch mehr haben will und zum Schluss ganz tief fällt: die …
Ein Hauch Rotlichtmilieu in der Heimatbühne

Kommentare