Auch der 1771 Meter hohe Kotzen im Vorkarwendel ist als Standort für einen BOS-Funk-Sender angedacht. Becker/A

Behörden-Funk: Funkstille bei der Standortsuche

Bad Tölz - Ein gutes Dutzend Senderstandorte sind im südlichen Landkreis für den geplanten digitalen Behördenfunk vorgesehen. Die Vorbereitungen schreiten in aller Stille voran.

15 Standorte - so viele gibt es in keiner anderen Region. Der südliche Landkreis ist bergig und zerklüftet, gleichzeitig ist eine lückenlose Funk-Abdeckung für Polizei, Sanitäter, Berg- und Wasserwacht unabdingbar - schon wegen der vielen Ausflügler: Diese Kombination macht es nötig, im südlichen Landkreis besonders viele Masten zu errichten, von denen aus die Signale für den geplanten Digitalfunk für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS) ausgesandt werden. Die vorgesehenen Standorte dafür stellte die vom bayerischen Innenministerium beauftragte Firma Telent vergangenen Sommer in den betroffenen Gemeinderäten vor. Seither aber herrscht im wahrsten Sinne Funkstille.

In den Gemeinden Lenggries und Kochel am See hat man seit Monaten nichts mehr zu dem Thema gehört. Blicken ließen sich die Funk-Planer des Freistaats unterdessen kürzlich in der Jachenau. „Mit dem Bürgermeister und einem Förster waren sie zu einer Ortsbesichtigung an der Achala-Alm da“, berichtet Geschäftsführender Beamter Georg Aschenloher. Hier ist es der Gemeinde ein Anliegen, dass der Mast vom Gipfelkreuz ein Stück weiter in Richtung Waldrand versetzt wird.

Unverhofften Sendemast-Zuwachs hat dagegen Dietramszell bekommen: Es stellte sich heraus, dass ein Standort im Dietramszeller Forst in der Nähe des „grünen Marterls“ nicht, wie zunächst angenommen, auf Hartpenninger Flur liegt. Laut Bürgermeisterin Leni Gröbmaier soll dort ebenso ein 40-Meter-Mast hinkommen wie in einen Wald zwischen Berg und Fraßhausen. (ast)

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