Eine Stützmauer an der Staatsstraße 2072 zwischen Wegscheid und Lenggries ist in so schlechtem Zustand, dass sie aktuell saniert werden muss.
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Eine Stützmauer an der Staatsstraße 2072 zwischen Wegscheid und Lenggries ist in so schlechtem Zustand, dass sie aktuell saniert werden muss.

Staatliches Bauamt

Stützmauer an Staatsstraße 2072 wird saniert: Ampel bei Wegscheid

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Die Bedenken wegen der Verkehrssicherheit waren so groß, dass die Arbeiten keinen Aufschub duldeten. Doch an der maroden Staatsstraße 2072 soll nicht nur eine Stützmauer saniert werden.

Wegscheid/Lenggries – Die Staatsstraße 2072 von Wegscheid nach Lenggries ist seit einer Woche nördlich von Wegscheid halbseitig gesperrt. Hier wird eine straßenbegleitende Stützmauer saniert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Anfang Oktober, teilt das Staatliche Bauamt Weilheim mit.

Die Kosten für die Sanierung betragen rund 60 000 Euro, so Christoph Prause, Abteilungsleiter Brückenbau, auf Nachfrage. Die Mauer sei in einem so schlechten Zustand, dass die Arbeiten nicht aufschiebbar seien. Die Mauer ist knapp 54 Meter lang und teilweise bis zu zwei Meter hoch. Errichtet wurde sie 1962. Die Mauer stützt den westlich der Straße beginnenden Berg ab. Die Mörtelfugen zwischen den Steinen seien mittlerweile größtenteils ausgebrochen oder ausgewaschen, berichtet Prause. „Die Mauersteine wurden durch Frost-Tau-Wechsel stark angegriffen, sind teilweise ausgebrochen und müssen erneuert werden.“ Die witterungsbedingten Schäden hätten schon dazu geführt, dass die Mauer großflächig bewachsen sei.

Abschnitt zwischen Lenggries und Wegscheid soll grundlegend erneuert werden

Um die Instandsetzung kümmert sich jetzt eine Fachfirma. Zunächst wird der Bewuchs entfernt, dann werden die ausgebrochenen Bereiche mit neuen Steinen vermauert und die schadhaften Fugen erneuert.

Insgesamt soll der Abschnitt zwischen Wegscheid und Lenggries aber grundlegend saniert werden. Ein Zeitplan für den Beginn der Straßenerneuerung steht aber noch aus.

Derzeit laufen Grundstücksverhandlungen, in die die Gemeinde, Privateigentümer und das Staatliche Bauamt involviert seien, berichtet Prause. Man erhoffe sich von freien Grundstücksverhandlungen beziehungsweise einem -Tausch mehr als über ein bürokratisches Planfeststellungsverfahren, so der Abteilungsleiter. Wird die Straße grundlegend saniert, werde die Stützmauer entfallen. Aufgrund des derzeit so schlechten baulichen Zustands könne man eine Sanierung aber nicht noch länger hinauszögern.

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