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Planschen unter Auflagen: Im Alpenwarmbad Benediktbeuern gelten diesen Sommer genaue Regeln.

Auflagen durch Corona

Alpenwarmbad Benediktbeuern öffnet: Einlass aber nur mit Online-Ticket

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Das Benediktbeurer Alpenwarmbad ist das erste Freibad im Tölzer Land, das heuer öffnet. Doch die Auflagen wegen Corona sind hoch.

Benediktbeuern – Das Alpenwarmbad Benediktbeuern startet am Montag, 29. Juni, in eine verspätete Freibad-Saison. Corona-bedingt wird das Badevergnügen allerdings deutlich anders verlaufen als gewohnt. „Wir haben uns an den Vorgaben der bayerischen Staatsregierung orientiert“, erläutert Sabine Rauscher. Eigentlich dürfen Freibäder seit dem 8. Juni öffnen. Dass die Anlage im Klosterdorf erst jetzt den Betrieb aufnimmt, begründet die Leiterin der Gästeinformation Benediktbeuern damit, dass die Gemeinde Zeit gebraucht habe, um sich darüber klar zu werden, „ob es überhaupt möglich ist, unter den Vorgaben zu öffnen“. Denn die Hygiene- und Sicherheitsauflagen seien massiv.

Zwei Badezeiten, maximal 400 Gäste pro Schicht

Um diese Regeln einhalten zu können, werden laut Rauscher zwei Badezeiten angeboten: von 10 bis 13.30 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr. Dazwischen sei das Bad geschlossen, um Reinigungs- und Desinfizierungsarbeiten durchzuführen. Für diese Arbeiten sei zusätzliches Personal eingestellt worden. Weitere Mitarbeiter würden gesucht, so Rauscher.

Die Besucherzahl pro Badezeit werde auf zweimal 400 Personen begrenzt, so Rauscher. Zum Vergleich: In den Vorjahren waren es an Spitzentagen bis zu 1500 Badegäste über den Tag verteilt. Durch die Begrenzung sei es möglich, die Abstandsregeln sowohl an Land als auch im Wasser einzuhalten. Abstands-Markierungen auf der Liegewiese seien – zumindest vorerst – noch nicht vorgesehen. „Aber wir müssen sehen, wie es läuft“, sagt Rauscher. In den Becken werde es Zugangsbeschränkungen geben.

Heuer gibt es nur Einzelkarten

Darüber hinaus sollen im Sportbecken drei Bahnen gezogen werden, damit sich die Schwimmer nicht zu nahe kommen. Auch im zweiten Becken, das in normalen Jahren gerne von Kindern zum Toben genutzt wird, werde das erwogen, so Rauscher. Im Innen- sowie im Sanitärbereich müssen Masken getragen werden, der Umkleidebereich bleibt geschlossen. Den Gästen trotz dieser strengen Vorgaben Badespaß zu bieten, werde „eine große Herausforderung“, ist sich Rauscher bewusst.

Besucher können heuer nur Einzelkarten kaufen. Für Erwachsene kosten sie 4 Euro, für Kinder vom 6. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr 3 Euro. Weitere Ermäßigungen sowie Saison-, Punkte- und Familienkarten könnten aufgrund des enorm erhöhten Betriebsaufwands nicht angeboten werden.

Wer schwimmen will, braucht ein Online-Ticket

Der Einlass ins Alpenwarmbad ist laut Rauscher nur mit vorab gekauften Online-Tickets möglich. Dadurch entfalle das Registrieren und Bezahlen an der Kasse. Warteschlangen sollen so vermieden werden. Der Buchungslink wird voraussichtlich Mitte nächster Woche auf www.alpenwarmbad.de freigeschaltet. „Pro Buchung können maximal sechs Tickets gekauft werden. Der Ticketkauf ist maximal drei Tage im Voraus möglich.“ Auch Kinder unter fünf Jahren benötigen eine kostenlose Online-Eintrittskarte, damit die Begrenzung der Besucherzahl eingehalten werden kann. Der Einlass für Kinder unter 14 Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten oder eines für die Betreuung zuständigen Erwachsenen erlaubt.

Angesichts des begrenzten Zugangs werde diese Saison für die Gemeinde nicht lukrativ. „Gewinn machen wir sicher keinen“, sagt Rauscher. Man sehe sich aber „in der Pflicht“, das Bad trotzdem für Einheimische und auswärtige Besucher zu öffnen.  

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