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Rudi Mühlhans (Mi.) bewirbt sich zum zweiten Mal ums Bürgermeisteramt in Benediktbeuern. Unterstützung bekommt auch er von Susanne Merk (li.) und Florian Streibl (re.) von den Freien Wählern. 

Als Bürgermeisterkandidat für FBM nominiert

Rudi Mühlhans: „Ich bin ein Netzwerker“

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Mit Rudi Mühlhans wurde nun der dritte Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Benediktbeuern nominiert. Der 52-Jährige tritt bei der vorgezogenen Neuwahl am 30. Juni für die „Freie Bürgerliste Miteinander“ (FBM) an.

Benediktbeuern– Gut 70 Zuhörer waren am Freitagabend in den Gasthof Friedenseiche gekommen, unter ihnen waren auch Gemeinderatskollegen, Anhänger der anderen Bürgermeisterkandidaten sowie CSU-Kandidat Hanns-Frank Seller. Von Seiten der Freien Wähler waren die Kreisvorsitzende Susanne Merk und Florian Streibl, Fraktionschef im Landtag, zugegen.

Im Vergleich zu den Nominierungsversammlungen seiner Herausforderer wählte Mühlhans eine andere Form der Präsentation. Es gab eine Einführung von der FBM-Vorsitzenden Claudia Wenzl, eine Präsentation der kommunalen Arbeit von Barbara Hofmann und im Anschluss an Mühlhans’ Vorstellung eine kleine Diskussionsrunde mit Merk und Streibl, moderiert von Alexandra Hessler.

Rudi Mühlhans ging umfangreich auf kommunale Arbeit im Allgemeinen und auf Entwicklungen in Benediktbeuern im Besonderen ein. Er hätte gerne noch einmal mit Hans Kiefersauer gerungen, sagte Mühlhans, der dem verstorbenen Bürgermeister 2014 mit 132 Stimmen Abstand nur knapp unterlegen war.

Seit 2008 sitzt der Vater von drei erwachsenen Kindern im Benediktbeurer Gemeinderat, seit 2009 ist er Familienbeauftragter. Mühlhans, beruflich Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit in Geretsried, sprach über viele Projekte in den vergangenen Jahren, etwa über sein Engagement für die Dorferneuerung, den Mühlenweg und den Arbeitskreis Energie.

Lesen Sie auch: Neuwahl am 30. Juni

„Seit elf Jahren übernehme ich aktiv in politischen Ämtern Verantwortung“, sagte der Sozialpädagoge. Manches sei nach außen sichtbar geworden, anderes sei hinter den Kulissen geschehen, etwa bei Konfliktmediationen oder der Wiederbelebung des Tourismusvereins. Er könne Themen der Zeit erkennen und anpacken, Menschen motivieren und wisse, „dass wir miteinander mehr voranbringen können“, warb Mühlhans für sich. Die Schlagwörter Gemeinsamkeit und „Professionalität in Sachen Verwaltungsarbeit, Mittelbewirtschaftung, Öffentlichkeits- und Gremienarbeit“ zogen sich wie ein roter Faden durch Mühlhans Rede. „Ich bin ein Netzwerker“, betonte der 52-Jährige mehrfach. „Wir müssen das Ganze im Blick behalten, wenn wir etwas anpacken. Nichts ist voneinander losgelöst.“

Klassische Wahlkampfversprechen gab es an diesem Abend nicht. Mühlhans ging mehrmals auf Vorzeigeprojekte in anderen Gemeinden – etwa den Gaißacher Handwerkerhof – ein und spannte einen weiten Bogen über die Bereiche Brauchtum, Vereine, Sport, Jugend- und Seniorenarbeit, Wohnungsbau, Klimaschutz, Kirche und Kloster, letzteres auch in Bezug als Arbeitgeber. „Wir müssen alles dafür tun, dass Gewerbe im Dorf eine Zukunft hat“, sagte Mühlhans mit Blick auf die schwierige Suche nach Flächen für Betriebe. Er könne sich gut vorstellen, dass das Dorf eines Tages einen Gewerbeverein habe, der zum Tag der Betriebe einlade – „die kommunale Unterstützung wäre ihm gewiss“, sagte der 52-Jährige.

Immer wieder betonte er auch die Wichtigkeit, Bürger über kommunale Entscheidungsprozesse umfassend zu informieren. „Das gilt auch im politischen Raum“, sagte er in Anspielung auf Diskussionen im Gemeinderat. Die Entwicklung einer Kommune sei für ihn „eine Gemeinschaftsleistung“.

In der folgenden Diskussionsrunde mit Merk und Streibl ging es unter anderem um den Umgang miteinander bei harten kommunalpolitischen Auseinandersetzungen. „Man darf die Dinge nicht persönlich nehmen. Das habe ich in den vergangenen Jahren gelernt, damit kann ich umgehen“, sagte Mühlhans zu Merk. Wichtig sei, „miteinander zu sprechen und auch zu schauen, was die Nachbargemeinden so machen. Wir lernen alle voneinander“.

Bei der anschließenden Wahl entfielen auf Mühlhans 41 Stimmen, es gab eine Enthaltung. Bis zur Neuwahl am 30. Juni plant die FBM einen Diskussions- und Musikabend mit Sepp Kloiber und Martin Regnat (7. Juni, Gasthof Herzogstand) sowie zwei Info-Stände vor dem Edeka-Markt Ende Juni. Zudem ist die Liste im Internet und auf Facebook aktiv.

Das sind die Herausforderer von Rudi Mühlhans: Hanns-Frank Seller von der CSU und Toni Ortlieb von der „Benediktbeurer Bürgervereinigung“.

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