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Aufbruch zur Auto-Abenteuertour in Afrika

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Von: Christiane Mühlbauer

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Felix Mayr (41) will am 17. Dezember zu einer besonderen Afrika-Reise aufbrechen.
Felix Mayr (41) will am 17. Dezember zu einer besonderen Afrika-Reise aufbrechen. © privat

Mit einem alten Auto von Deutschland nach Guinea Bissau in Westafrika fahren – diese Abenteuertour plant Felix Mayr aus Benediktbeuern. Mitte Dezember soll’s losgehen. Unterwegs will er Spenden verteilen.

Benediktbeuern – Schon einmal, von Mitte Dezember 2009 bis Januar 2010, hat sich Felix Mayr an dieser Abenteuerrallye beteiligt, die die Teilnehmer – unter ihnen waren auch Freunde des Benediktbeurers – nach Mali in die Hauptstadt Bamako führte. Nun will sich der heute 41-Jährige wieder der Herausforderung stellen, die wie damals auch ein Spezialtouren-Veranstalter anbietet. Dieses Mal sind es sechs Leute und fünf Autos, „eventuell werden es aber noch ein paar Leute mehr“, berichtet Mayr. Noch kennt er sie nicht alle.

Die Reise läuft so ab, dass sich die Teilnehmer vorab ein altes Auto kaufen, das ihnen auf der Tour als Unterkunft dient, wenn man weder in Hotels noch in Pensionen übernachten kann. Am Zielort soll das alte Auto verkauft werden, das Geld kann man an ein karitatives Projekt spenden. Unterwegs kann man Sachspenden verschenken. Mit dem Flugzeug geht es dann wieder nach Hause.

„Die Corona-Situation haben wir im Auge“

Mayr hat sich diesmal einen alten Nissan X-Trail gekauft und richtet diesen gerade für die Reise her. Der Start ist am 17. Dezember geplant. Zuerst geht es zum Hafen von Genua, wo die Teilnehmer mit der Fähre nach Tanger übersetzen. Durch Marokko und die Westsahara geht es weiter bis an die Grenze zu Mauretanien. Durch den Senegal und Gambia wollen die Teilnehmer schließlich Mitte Januar Guinea Bissau erreichen.

Mayr, der als Vermessungsoberinspektor beim Bayerischen Landesvermessungsamt in der Außenstelle Waldsassen arbeitet, investiert seinen ganzen Jahresurlaub in das Projekt und hofft, dass alles klappt. „Die Corona-Situation haben wir im Auge“, sagt er. Die neue Virus-Variante betreffe ja vor allem das südliche Afrika. Die genaue Fahrtroute wird der Veranstalter festlegen, verschiedene Details werde man erst vor Ort klären können, sagt der 41-Jährige. Zum Beispiel die Grenzübertritte nach Mauretanien und Guinea Bissau, denn die Visa bekomme man nur vor Ort. „Man kann nie alles so richtig planen“, sagt Mayr. Dass es sich um eine risikoreiche Tour handle, sei ihm bewusst. Informationen hole er sich nicht nur beim Auswärtigen Amt, sondern auch auf Seiten von Globetrottern im Internet.

„Die Wüste ist grandios“

Auf seiner ersten Afrika-Reise vor zwölf Jahren hätten ihn diese Länder gefesselt, erzählt Mayr. „Die Wüste ist grandios: Die Stille, die Einsamkeit. Das muss man mal erlebt haben.“ Faszinierend finde er auch die „Unperfektheit dieser Länder“: „Da lernt man zu schätzen, wie gut man es hier hat.“

Um armen Menschen, die man unterwegs treffe, zu helfen, haben alle Teilnehmer verschiedene Spenden dabei – etwa Kleidung, Spielzeug und Schulartikel. „Das ist ein schöner Nebeneffekt von dieser Abenteuertour“, sagt der 41-Jährige. Auch Campingausrüstung, Medikamente und Werkzeug fürs Auto werden in Afrika verschenkt. 2010 verkauften Mayr und seine Freunde das Auto und spendeten das Geld später für ein Garten- und Brunnenprojekt in Mali. Dieses Mal will er den Nissan zwar verkaufen, das Geld aber nicht spenden: „Die Tour hat mich schon jetzt sehr viel gekostet.“

Infos von unterwegs

Auf seinem Blog, auf Facebook und Instagram will Mayr regelmäßig von unterwegs berichten. Dass er Weihnachten nicht bei der Familie im Tölzer Land verbringen wird, schmerzt Mayr nicht so sehr, auch wenn er weiß, dass sie ihn vermissen – und hoffen, dass er gesund wieder nach Hause kommt. „Nächstes Jahr bin ich ja wieder da“, verspricht er.

Weitere Infos auf www.felixmayr.com

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