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Der Sänger Gregor Meyle wurde durch eine Casting-Show von Stefan Raab und durch die Fernsehsendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ bekannt.

Konzert in Benediktbeuern

„Aufwachen in einer anderen Welt“

Am 14. Juli gastiert Gregor Meyle in Benediktbeuern. Im Interview spricht er über seinen Eindruck vom Klosterdorf, seine aktuellen Projekte und seine Inspiration.

BenediktbeuernSchon im vergangenen Jahr war der „Sing meinen Song“-Star Gregor Meyle mit seiner Band zu Gast auf der Openair-Bühne im Maierhof des Klosters Benediktbeuern. Heuer kommt er wieder, nämlich am Freitag, 14. Juli. Diesmal hat er sein neues Programm „Die Leichtigkeit des Seins“ im Gepäck und freut sich auf einen tollen Abend im ehrwürdigen Kloster. Tölzer-Kurier-Mitarbeiterin Ines Gokus hatte vorab Gelegenheit, mit dem Sänger am Telefon zu sprechen.

Herr Meyle, Sie waren ja vergangenes Jahr schon in Benediktbeuern. Welchen Eindruck haben sie davon mitgenommen?

Es war Wahnsinn, unfassbar. Dieses alte Kloster, die Location, der fantastische Rosengarten! Wir sind abends mit dem Tourbus angekommen und morgens beim Aufwachen fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Dieses Wochenende war sowieso oberkrass, denn am Tag zuvor gab es den Anschlag in München, und einen Tag später standen wir gerade in Ansbach auf der Bühne, als sich in der Altstadt ein Flüchtling in die Luft gesprengt hat. Da denkt man dann schon über einiges nach und kann sich umso mehr freuen, wenn man einfach nur friedlich Musik machen darf. Man fängt einfach immer wieder guten Mutes von vorne an.

Bei einem Openair ist ja das Wetter ein ausschlaggebender Faktor...

Letztes Jahr hatten wir hier echt ein bisschen Pech mit dem Wetter, da ist innerhalb kürzester Zeit das Wasser gestanden. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt spielen konnten. So haben wir versucht, das Mischpult mit Planen abzudecken, sonst wär das vielleicht hinüber gewesen. Aber alles ist gut gegangen. Und man muss einfach sagen: Es ist der Wahnsinn, wie die Zuschauer das oft durchziehen. Wir sind ja einigermaßen geschützt auf der Bühne, und die sind total nass, aber voll gut drauf. Die machen da Choreografien mit ihren Regenschirmen und gehen richtig ab. Und wir geben uns natürlich besonders viel Mühe, um das schlechte Wetter auszugleichen, egal ob alles unter Wasser steht oder zwischendurch der Strom ausfällt.

Was steht denn in diesem Jahr alles für Sie an?

Im Moment drehen wir gerade die letzte Folge von „Meylensteine“ ab, eine Ausgabe mit Helene Fischer. Das ist eine Art Musik-Doku auf Vox, in der ich mit bekannten deutschen Musikern über die Highlights ihrer Karriere spreche. Da sind tolle Künstler dabei. Überhaupt ist die Entstehung solcher Projekte das Schönste für mich. Meist hab’ ich dann keine Zeit, es selbst im Fernsehen anzuschauen, weil ich schon wieder auf der Bühne stehe. In diesem Jahr haben wir von Juni bis Dezember Tournee, mit einer Pause im September/Oktober, zum Relaxen und kreativ sein.

Wie hält man sich auf Tournee eigentlich so fit?

Man muss gut auf sich aufpassen – und ein tolles Team wie unseres ist sehr wichtig. Und dann gibt es ja auch oft schöne Dinge an den Orten, wo wir sind: einen Fluss zum Baden beispielsweise oder eine feine Eisdiele in der Innenstadt. Eigentlich ist es entspannt, denn wir schlafen im Tourbus und haben tagsüber oft vier oder fünf Stunden Zeit, mit der Band oder Freunden zu relaxen oder die Stadt anzuschauen.

Werden Sie durch die Begegnungen auf so einer Tour zu neuen Texten inspiriert?

Klar wird man beeinflusst von den Dingen, die um einen rum passieren. Mir macht es Spaß, Geschichten zu erzählen und damit die Menschen zu bewegen, und als Künstler hat man ja auch eine gewisse Verantwortung, Dinge anzusprechen.

Wie würden Sie selbst Ihren Musikstil bezeichnen?

Ich sage mal so: Ich nehme viele Rezepte und koche ein ganz eigenes Süppchen draus. Alles ist möglich. Man sagt mir nach, dass ich mich in balladesken Gefilden bewege, und da fühle ich mich auch recht wohl. Mein Publikum ist recht bunt gemischt, etwa von 30 Jahren aufwärts. Es gibt eine 84-jährige Dame aus Hamburg, die lässt es sich nicht nehmen, bei unseren Konzerten mit dem Fan-T-Shirt in der ersten Reihe zu stehen. Und es ist erstaunlich, wie viele Männer auf meinen Konzerten lauthals alle Texte mitsingen.

Was wünschen Sie sich für das Konzert in Benediktbeuern?

Ich freue mich einfach, wenn die Leute kommen. Es ist ja eine Ehre, wenn sie Geld für eine Eintrittskarte ausgeben. Wir stehen dafür immer mit Herz und Seele auf der Bühne. Und wir sind sehr begeistert, dass die Bayern so partyfreudige Menschen sind.

Weitere Infos

Das Konzert von Gregor Meyle findet am Freitag, 14. Juli, im Maierhof des Klosters Benediktbeuern statt. Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet 36,45 Euro. Karten gibt es im Klosterladen (Telefon 0 88 57/8 81 10), in der Geschäftsstelle des Tölzer Kurier (Telefon 0 80 41/78 91 11), bei der Tölzer Tourist-Info (Telefon 0 80 41/78 67 15) sowie im Internet auf muenchenticket.de.

Ines Gokus

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