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Die beschädigte Blutbuche wird wieder gesund nachwachsen, sagt ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger. Untersuchungen haben ergeben, dass sie gut 150 Jahre alt ist.

Nach dem schweren Unwetter

Baum-Bestand am Kloster unter der Lupe

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Nach dem großen Unwetterschaden an der Blutbuche im Kloster Benediktbeuern hat das ZUK auch die anderen Bäume dort und in der Umgebung untersuchen lassen. Fazit: Es gibt einiges zu tun.

Benediktbeuern– Es war am 1. August gegen 21.30 Uhr, als bei einem Gewitter eine Windböe so heftig in die Blutbuche im Kloster fuhr, dass die Krone regelrecht gedreht wurde und ein großer Teil des Stamms abbrach. Ein Salesianerpater und einige Jugendliche wurden Zeugen des Geschehens. Sie blieben glücklicherweise unverletzt.

Mittlerweile hat sich der Baumexperte Anton Suttner aus Kochel intensiv mit der Blutbuche beschäftigt. Die Verletzungen, also das gesplitterte Holz, wurden ausgeschnitten, so dass an diesen Stellen keine Feuchtigkeit mehr in den Baum eindringen kann und das Regenwasser am Stamm entlang abfließen kann. Außerdem wurden die weit ausladenden Äste gekürzt, damit sie weniger anfällig für starken Wind sind. Die Krone wurde mit Drahtseilen zu einem Dreieck verbunden, so dass der Baum relativ stabil ist, berichtet Pater Karl Geißinger, Rektor des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK).

„Der Baum ist jetzt gut geschützt“, sagt Experte Anton Suttner. Der Kochler ist Forstingenieur und Fachagrarwirt für Baumpflege und -sanierung. „Selbst wenn jetzt noch ein größerer Sturm kommt, dürfte er diesen gut überstehen.“

Die Aufmerksamkeit von Suttner und den Mitarbeitern des ZUK bleibt aber auf die Blutbuche gerichtet. „Wir sind froh, dass man davon ausgehen kann, dass der Baum erhalten werden kann“, sagt Geißinger. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass sie „höchstens 200 Jahre alt ist, eher so um die 150“. Für eine Buche, sagt der Pater, sei das „noch sehr jung“. Der Baum könne 800, 900 Jahre alt werden. Geißinger ist zuversichtlich, dass in den kommenden Jahrzehnten wieder eine schöne Baumkrone nachwachsen wird.

Das ZUK hat den Unwetterschaden zum Anlass genommen, auch andere Bäume im Klosterland untersuchen zu lassen. Auch der Tulpenbaum (Ecke Fachhochschule) und die Birke müssen im Herbst geschnitten werden, wobei Letztere „wohl das Ende ihres Lebensalters erreicht hat“, sagt Geißinger. „Die Äste werden dürr, der Stamm morsch.“ Sollte der Baum zum Sicherheitsrisiko werden, müsse man ihn entfernen.

Zudem wurden die Bäume in der Klosterallee, am Großparkplatz, am Friedhof, an der Prälaten- und an der Bahnhofstraße sowie an den Erlebnisbiotopen näher angeschaut. „Einige davon wurden noch nie näher begutachtet“, sagt der Pater. Dabei habe man festgestellt, dass fast alle Eschen von Käfern und einem Pilz befallen sind. Sie werden demnächst entfernt. Als Nachpflanzungen sind Bergahorne, Linden und Birken vorgesehen. „Es werden alles Bäume sein, die man für klassische Alleen verwendet“, verspricht der Pater. Die Erneuerungen werden in Absprache mit der Forstbehörde vorgenommen.

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