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Erfolgreiches Projekt: In Hohenburg werden Schülerinnen mit Hilfe des ZUK zu „Umweltengeln“ ausgebildet. 

Jahresversammlung des Trägerverbunds

Beim ZUK ist alles im grünen Bereich

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Ein ausgeglichener Haushalt, renovierte Gästezimmer im Maierhof, weiterhin sehr gute Besucherzahlen und neue Projekte für Schulen: Mit dieser positiven Bilanz wartete das ZUK bei der Jahresversammlung des Trägerverbunds auf.

Benediktbeuern – Die Handwerker sind fertig, die Besucher können einziehen: Das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) kann den Übernachtungsgästen ab sofort sieben neue Doppelzimmer im Nordtrakt des Maierhofs anbieten. Das im vergangenen Jahr beschlossene Vorhaben wurde nun umgesetzt und sogar früher fertig als geplant, berichtet ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger von der Jahresversammlung des Trägerverbunds. Damit stehen für Gäste ab sofort 42 Zimmer zur Verfügung. „Das ist wichtig, weil im Kloster ja bald die Sanierungsarbeiten im Südtrakt beginnen und künftig mehr Tagungen dort stattfinden werden“, sagt Pater Geißinger. Man habe dann zwar ein großes Angebot an Räumlichkeiten, „aber uns fehlen einfach die Zimmer“, sagt der Ordensmann und bedauert gleichzeitig den Wegfall des Fraunhofer-Tagungshauses. „Jedes weitere Zimmer, das wir anbieten werden können, ist für uns sehr wichtig.“

Das ZUK beschäftigt nach wie vor 28 hauptamtliche Mitarbeiter, fast alle in Teilzeit, berichtet Geißinger. 2017 zählte man wieder gut 80 000 Besucher, also im Prinzip ebenso viele wie 2016. Trotz zeitweiliger Umsatzeinbußen, bedingt durch die Zimmer-Umbauten könne das ZUK einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen, freut sich der Pater.

Wie schon berichtet, feiert die Einrichtung heuer das 300-jährige Bestehen des Maierhofs und blickt in einer Ausstellung vor allem auf die jüngere Geschichte zurück. „Das Thema stößt auf großes Interesse“, freut sich Geißinger. Das Gebäude sei in den Lebensgeschichten vieler Senioren sehr präsent. „Viele erinnern sich noch gut an die Jahre nach dem Krieg und haben große Achtung vor den Menschen, die hier im Maierhof gelebt und gearbeitet haben.“

Der Schwerpunkt des ZUK ist aber nach wie vor die Bildungsarbeit. Verstärkt angefragt werde derzeit die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die aus sozial benachteiligten Familien kommen oder in einem schwierigen Umfeld aufwachsen. „Hier nimmt die Umweltbildung einen größeren Raum ein“, sagt Geißinger. Die Arbeit von Natur- und Erlebnispädagogen sei wichtig. „Und wir haben hier optimale Möglichkeiten, auch in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen.“

Bezüglich erfolgreicher Projektarbeit 2017 nennt Geißinger drei Beispiele: Zum einen die Umweltwochen, an denen sich rund 15 000 Schüler aus der Region beteiligten. „Die Nachfrage ist sogar noch größer, aber wir haben einfach nicht mehr Mitarbeiter.“ Auch die Ausbildung von „Umweltengeln“ an der Schule in Hohenburg laufe sehr gut.

Außerdem wurde nun erstmals eine Zusammenarbeit mit der Grund- und Mittelschule Benediktbeuern begonnen. Für die Grundschüler wurde unweit des Erlebnisbiotops eine Fläche zur Verfügung gestellt, die die Kinder als „Schmetterlingswiese“ nutzen können. 28 Schüler haben Samen aus den Loisachwiesen ausgebracht und warten nun darauf, dass sie aufgehen und die Schmetterlinge anlocken. „Ziel ist es, die Kinder im Dorf für die heimische Landschaft zu sensibilisieren“, sagt der Pater. „Die Kinder sollen auch außerhalb der Schulzeiten kommen und die Entwicklung verfolgen.“ Für die älteren Kinder gibt es noch Angebote im interkulturellen Garten und bei der Biotop-Pflege.

Blickte man im ZUK vor einem Jahr noch mit Sorge auf die Eröffnung der Stiftung Nantesbuch, so hat sich die Situation mittlerweile entspannt. „Dort wird ein Publikum angesprochen, das wir nicht bedienen, und das hier bislang in der Region auch nicht bedient wurde“, sagt Geißinger. Die Zielgruppe von Nantesbuch sei „anspruchsvoll an Kultur interessiert“, während man sich im ZUK unter anderem mit Schulen, Fortbildungen und sozialen Projekten beschäftige. „Wir schauen, dass wir uns gut ergänzen“, sagt der ZUK-Rektor und regt an, sich bei der Jahresplanung 2019 zu verständigen. Eine erstmalige Zusammenarbeit gibt es am 15. Juli, wenn beim gemeinsamen „Tag der Natur“ Veranstaltungen im ZUK, im Langen Haus in Nantesbuch und in der Jugendsiedlung Hochland in Königsdorf angeboten werden. Es geht um das Thema Wasser.

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