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Sorgenkind Gemeindestraßen: Bürgermeister Hans Kiefersauer (li.) stellte im Hotel Friedenseiche seine Pläne für die Sanierung der Ortsstraßen vor.

Bürgerversammlung 

Benediktbeuern erneuert das Dorf

Einige Straßen in Benediktbeuern sind marode. Mit Mitteln aus der Dorferneuerung sollen sie saniert werden. Auch die Alte Apotheke soll demnächst hergerichtet werden.

Benediktbeuern -  Als „eines unserer größten Sorgenkinder“ bezeichnete der Benediktbeurer Bürgermeister Hans Kiefersauer in der Bürgerversammlung den Zustand der Gemeindestraßen. Zwar habe der Gemeinderat die Haushaltsmittel für Straßenreparaturen erhöht. „Der Betrag ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Seit der Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung befinde man sich im „beitragsrechtlichen Niemandsland“. „Ich kann aber alle Grundstückseigentümer beruhigen. Wir haben keinen einzigen Fall einer Straße, deren Erschließung noch nachträglich abzurechnen wäre.“

In Verhandlungen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung, das für den Dorferneuerungsprozess im Klosterdorf zuständig ist, seien nun Lösungen für die Sanierung einiger wichtiger Straßen erarbeitet worden. Demnach würden nun neben Bahnhofstraße, Dorfplatz und Dorfstraße zusätzlich die Asamstraße, die Alexander-Thalhuber-Straße und die Prälatenstraße in den Dorferneuerungsprozess mit aufgenommen. Die Planung für deren Sanierung werde zu 70 Prozent gefördert. „Das war bis jetzt so nicht möglich.“ Außerdem sei der Zuwendungssatz für alle diese Straßen von 50 auf 65 Prozent erhöht worden. Auch die Alte Apotheke werde wieder in den Dorferneuerungsprozess aufgenommen, und die Fördermittel dafür nicht mehr auf 150 000 Euro begrenzt, sondern je nach Maßnahme nach oben geöffnet – auch hier 65 Prozent der förderfähigen Kosten. „Für einen Bürgermeister ist das fast wie Weihnachten“, freute sich Kiefersauer. Zwar werde die Kommune in den nächsten Jahren trotzdem einiges Geld für die Straßensanierung in die Hand nehmen müssen. „Aber mit dieser Unterstützung fällt es uns leichter, diese Infrastrukturmaßnahmen umzusetzen und das Erscheinungsbild unseres Dorfes in den nächsten vier bis acht Jahren positiv zu verändern.“ Wie Kiefersauer weiter sagte, soll außerdem noch ein Förderantrag für ländliche Wege gestellt werden, um marode Wege im Moos herzurichten; beispielsweise den Spatzenpointweg. Ein Gesamtkonzept dazu soll in Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft entwickelt werden. (Franziska Seliger)

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