+
Kunstgenuss im Freien: Die Zuhörer hatten sich dazu ihre Klappstühle mitgebracht.

Konzert in Benediktbeuern

Mozart vom Feinsten im Maierhof

Münchner Hofmusik spielt beim Benefizkonzert in Benediktbeuern die „Gran Partita“ - sehr zur Begeisterung des Publikums.

Benediktbeuern Endlich wieder klassische Musik im größeren Rahmen, wenn auch mit dem gebotenen Abstand! 200 Zuhörer waren mit entsprechender Voranmeldung beim Veranstalter zugelassen zum Mozartabend der „Münchner Hofmusik“ im weitläufigen Maierhof des Klosters Benediktbeuern. Das renommierte Bläserensemble spielte die vielsätzige Serenade in B-Dur für Bläserensemble, bekannter unter dem Namen „Gran Partita“, die zu den großartigsten Werken dieser Gattung zählt.

Die meisten der 200 Musikfreunde hatten sich eigene Klappstühle mitgebracht, was eine gute Entscheidung war, denn das Werk ist umfänglicher selbst als Mozarts große Sinfonien. Und diese Musik ist auch überaus abwechslungsreich, voller tief empfundener Melodien und besonders schöner Stellen, die nicht nur Mozarts Zeitgenossen, sondern auch den verständigen und kunstsinnigen Menschen von heute berührt und ihm Glücksmomente beschert. Das gilt erst recht, wenn sie von Meistersolisten derart vollkommen gespielt wird, wie das Mozart selbst vermutlich nie zu hören bekam.

Fessmann: „Es tut so gut, dass Livemusik wieder möglich ist“

Andrea Fessmann aus Iffeldorf, die dieses Konzert organisiert hat, zeigte sich „sehr berührt“ vom Angebot der Münchner Hofmusik, in Benediktbeuern aufzutreten: „Es tut so gut, dass Livemusik wieder möglich ist“, betonte sie. „So ein Geschenk bekommen wir nur in Coronazeiten“, ergänzte sie. Das Ensemble habe die Veranstaltung nämlich von sich aus als reine Benefizveranstaltung angeboten, um aus Solidarität Geld zu sammeln für freischaffende Musikerkollegen ohne festes Engagement, die jetzt ohne Einkommen dastehen.

Viel Applaus für alle dreizehn Musikerinnen und Musiker der „Münchner Hofmusik“ – für ihre Kunst und auch für ihr soziales Engagement. Die Namen der Mitwirkenden: Tamar Inbar und Irene Draxinger (Oboe), Stefan Schneider und Fidelis Edelmann (Klarinette), Albert Osterhammer und Florentine Simpfendörfer (Bassetthorn), Thomas Eberhard und Ruth Gimpel (Fagott), Franz Draxinger, Wolfram Sirotek, Rainer Schmitz und Alex Borufka (Horn) und Tatjana Erler (Kontrabass). (Rainer Bannier)

Lesen Sie auch:

Reichersbeurer Künstler: „Kuhfladen machen gute Laune“

Gastronomie und Einzelhandel in Bad Tölz: Zwei neue Wirte und etliche Fragezeichen

„Clavis Bavaria“: Klavier-Festival mit internationaler Strahlkraft

Auch interessant

Kommentare