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Der neue Bürgermeister Toni Ortlieb wurde von Gemeinderat Cölestin Allgäuer – er ist der Älteste im Gremium – vereidigt.

Erste Gemeinderatssitzung mit Bürgermeister Toni Ortlieb

Neuer „Benediktusweg“ soll Impulse geben

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Unter dem neuen Bürgermeister Toni Ortlieb hat der Benediktbeurer Gemeinderat am Montag seine Arbeit aufgenommen. Erstmals wurde der spirituelle „Benediktusweg“ rund ums Kloster vorgestellt, an dem seit längerer Zeit gearbeitet wird.

Benediktbeuern – Der „Benediktusweg“ ist ein Projekt, an dem Sabine Rauscher (Leiterin der Gäste-Info), Christian Höck (Mesner und im Vorstand der Dorferneuerung) sowie Pater Claudius Amann vom Kloster Benediktbeuern seit Mai 2018 arbeiten. Im Kern geht es darum, die Spiritualität des heiligen Benedikt in Benediktbeuern greifbar zu machen.

„Wir wollen ein nachhaltiges Angebot schaffen, das die Regel des hl. Benedikt aufgreift und für den Menschen von heute erschließt“, sagte Sabine Rauscher im Gemeinderat. Miteingebunden in das Projekt wird die bekannte Buchautorin Petra Altmann, die Christian Höck gewinnen konnte. Altmann war bereits zweimal in Benediktbeuern und sei sowohl von der Örtlichkeit als auch von der Idee sehr begeistert, berichtete Rauscher.

Der „Benediktusweg“ soll auf bestehenden Wegen westlich des Klosters verlaufen und mit Geldern aus der Dorferneuerung gefördert werden. Angedacht sind zwölf Stelen, auf denen kurze Texte montiert werden, die man mit Hilfe eines QR-Codes dann vertiefend lesen kann. Vorbild ist der schon bestehende Mühlenweg in Benediktbeuern. Die Texte stammen von Petra Altmann.

„Benediktusweg“: Stelen sollen spirituelle Menschen ansprechen

Rauscher legte den Gemeinderäten ein erstes Konzept vor. Angedacht ist zum Beispiel, dass man sich an der Jugendherberge mit dem Thema „Generationen“ auseinandersetzen kann, am Biotop über die „Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung“ nachdenkt und am Obstgarten des Klosters die Gedanken des hl. Benedikt über „Speis und Trank“ lesen kann. An einer Bank mit Bergblick im Moos sollte die Stele auf „Demut“ hinweisen, am interkulturellen Gemeinschaftsgarten könnte das Thema Offenheit gegenüber Fremden zum Ausdruck kommen.

Damit sollen Menschen angesprochen werden, die sich am Kloster aufhalten und sich für spirituelle Themen interessieren: Einheimische und Gäste, Wanderer, Pilger, Tagungsteilnehmer und Gruppen, die im Kloster zu Gast sind. Die Gäste-Info will ein Begleitheft anbieten und in ihren Broschüren beziehungsweise Online-Plattformen dafür werben. Mittelfristig könne man auch das Thema „Benediktusweg“ in die Programme von Zentrum für Umwelt und Kultur oder Kreisbildungswerk aufnehmen, so Rauscher.

„Benediktusweg“: Kein Schilderwald am Kloster

Die Gemeinderäte standen der Idee grundsätzlich positiv gegenüber. Es dürfe am Kloster aber kein Schilderwald entstehen, mahnte Clemens Hammerl. Rauscher dementierte: Man nutze ja bestehende Wege und werde die neuen Stelen behutsam platzieren. Der Weg soll sommers wie winters begehbar sein.

Rauscher, Höck und Pater Amann bekamen grünes Licht, das Projekt weiterzuverfolgen. Derzeit läuft das Verfahren, die Flurnummern – die betreffenden Flächen gehören entweder Gemeinde oder Kloster – ins Programm der Dorferneuerung aufzunehmen. Klappt alles nach Plan, könnte der Weg im Frühjahr 2020 fertig sein.

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