Das Bergwachtheim in Benediktbeuern. Das Haus soll erweitert werden, um den gestiegenen Anforderungen der Rettungsorganisation gerecht zu werden.
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Das Bergwachtheim in Benediktbeuern. Das Haus soll erweitert werden, um den gestiegenen Anforderungen der Rettungsorganisation gerecht zu werden.

Gemeinderat

Benediktbeuern: Pläne für Bauhof und Bergwachtheim

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Die Bergwacht Benediktbeuern braucht mehr Platz, die Gemeinde benötigt Wohnraum und der Skiclub Lagerfläche. Diese Pläne sollen nun Hand in Hand gehen.

Benediktbeuern – Die Bergwachtbereitschaft Benediktbeuern möchte ihre Einsatzzentrale erweitern, und die Gemeinde in ihren Bauhof Wohnungen einbauen. Erste Weichen zur Realisierung dieser Pläne stellte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, indem er die Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg brachte. Auch der Skiclub soll davon profitieren.

Sowohl die Bergwachtbereitschaft als auch der gemeindliche Bauhof befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander im Ortsteil Häusern auf zwei verschiedenen Grundstücken. Das Areal ist im geltenden Flächennutzungsplan als „Gemeinbedarfsfläche/Bauhof“ ausgewiesen.

Die Grundzüge der geplanten Erweiterung ihres Bergwachtheims stellten Mitglieder der Bergwacht vor der öffentlichen Sitzung den Gemeinderäten nicht-öffentlich vor. Wie Bürgermeister Anton Ortlieb auf Nachfrage erläuterte, habe der Gemeinderat die bereits recht weit gediehenen Pläne durchweg für gut befunden. „Wir wollen mit der Bergwacht an einem Strang ziehen“, versicherte Ortlieb.

Anforderungen an die Bergwacht sind gestiegen

Wie der Bürgermeister ausführte, begründet die Bergwacht die Erweiterung mit den gewachsenen Anforderungen an die Rettungsorganisation – unter anderem benötige sie zusätzliche Garagen, um dort die wachsende Zahl Einsatzfahrzeuge unter zu bringen. Diese Garagen sollen zugleich als Übungsräume dienen, so Ortlieb.

Im Zuge der Erweiterung des Bergwachtheims könne sich die Gemeinde vorstellen, im Obergeschoss ihres Bauhofs Wohnungen einzubauen. Derzeit dienten die dortigen Räume als Lagerfläche. Konkrete Pläne gäbe es zwar noch keine. Ortlieb sprach auf Nachfrage aber von etwa drei Unterkünften für Obdachlose. Sie unterzubringen, „das ist eine Pflichtaufgabe der Kommune“, erinnerte er. Zusätzlich kann sich Ortlieb drei Wohnungen für Mitarbeiter der Gemeinde vorstellen; etwa für Bauhof- oder Kindergartenangestellte. Besonders Letztere seien oft schwer zu finden. Ihnen Wohnraum anbieten zu können, könnte ein Wettbewerbsvorteil sein, so Ortlieb. Allerdings dürfe die Zahl an Wohnungen eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Sonst werde das Areal zum reinen Wohngebiet. Und dafür gelten genaue Beschränkungen für Emissionen. Das wäre dann ein Problem für den Betrieb des Bauhofs.

In diese Planungen möchte die Gemeinde auch den Skiclub einbeziehen, der seine bestehende Gerätehütte in unmittelbarer Nähe des Bauhofs ebenfalls gerne erweitern möchte – auch das gehe aber nur mit einem geänderten Flächennutzungsplan, so Ortlieb.

Hoffnung: Bau der Bergwacht wird zu 50 Prozent bezuschusst

Einstimmig votierte der Rat dafür, die Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg zu bringen. Die bisherige Fläche für den Gemeinbedarf/Bauhof soll dann künftig auch für soziale Zwecke sowie zum Wohnen genutzt werden können.

Wie lange das damit angestoßene Verfahren dauern wird, kann Ortlieb derzeit nicht einschätzen. Das hänge unter anderem von den Fachstellen und ihren möglichen Einwänden ab. „Wir werden unser Möglichstes tun“, verspricht er.

Denn um ihre Pläne zu realisieren, möchte die Bergwacht Benediktbeuern laut Ortlieb eine Leader-Förderung nutzen. Dabei könnten bis zu 50 Prozent der Baukosten gefördert werden. Weil diese Gelder aber nicht unbegrenzt zur Verfügung stünden, sei es wichtig gewesen, dass der Gemeinderat das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans auf den Weg gebracht habe. Der Plan soll die Grundlage sein für den späteren Bebauungsplan.

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