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Spannende Auszählung: Wahlhelfer leeren am Sonntag in der Tourist-Info die Wahlurne.

Termin am 14. Juli

Bürgermeister-Wahl: So bereiten sich die beiden Kandidaten auf die Stichwahl vor

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Hanns-Frank Seller oder Toni Ortlieb: Wem gelingt es besser, das eigene Lager zu mobilisieren und die Anhänger von Rudi Mühlhans auf seine Seite zu ziehen?

Benediktebeuern– Für zwei der drei Benediktbeurer Bürgermeister-Kandidaten geht der Wahlkampf weiter: Nachdem sie am Sonntag die meisten Stimmen auf sich vereint haben, planen Hanns-Frank Seller (CSU) und Toni Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung) nun, wie sie die Zeit bis zur Stichwahl am 14. Juli noch nutzen können.

Seller wird an den kommenden beiden Samstagen erneut jeweils von 10 bis 12 Uhr den Dialog mit den Bürgern bei einem Infostand am Dorfplatz suchen. Zudem möchte er noch eine öffentliche Veranstaltung anberaumen – wenn es zeitlich passt. „Als amtierender Bürgermeister habe ich auch noch einige Termine zu absolvieren“, sagt er.

Hanns-Frank Seller (CSU)

Auch Ortlieb will mit seinem Team das weitere Vorgehen erst noch besprechen. Für ihn sei die entscheidende Frage, ob eine weitere Veranstaltung einen „Mehrwert für den Bürger“ bringe. Seinen Schwerpunkt will der 45-Jährige eher auf die Fortführung persönlicher Gespräche an der Haustür legen – das habe sich bewährt.

Seller geht mit einem Vorsprung in das direkte Duell. Auf ihn entfielen am Sonntag 882 Stimmen (43,3 Prozent), auf Ortlieb 624 (30,7 Prozent). Seller sieht trotzdem keinen Grund, sich auf seinem Vorsprung auszuruhen. „Bei einer Stichwahl werden die Karten neu gemischt – das hat man schon bei anderen Wahlen gesehen“, erklärt der promovierte Politikwissenschaftler (59), der in Benediktbeuern das Familienunternehmen Betten Stern führt. Demenstprechend rechnet sich auch Ortlieb, Kommunal- und Firmenkundenberater bei der Sparkasse, „reelle Chancen“ aus.

Toni Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung)

Wie offen das Rennen ist, zeigt ein Beispiel aus der Geschichte des Landkreises: 2008 errang CSU-Kandidat Martin Bachhuber in der ersten Runde der Landratswahl 43,1 Prozent, Josef Niedermaier (Freie Wähler) nur 28,5. Am Ende setzte sich Niedermaier in der Stichwahl bekanntlich knapp durch.

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Die eigenen Wähler bei der Stange halten, ist nun eine Aufgabe der Kandidaten. Dazu sollten sie noch Nichtwähler an die Urnen bringen – die Wahlbeteiligung am Sonntag ließ mit 68 Prozent Luft nach oben. Und dann gilt es, diejenigen 529 Wähler zu überzeugen, die in der ersten Runde den ausgeschiedenen Kandidaten Rudi Mühlhans (Freie Bürgerliste Miteinander) unterstützten. Sieht sich Ortlieb Mühlhans inhaltlich näher als Seller? Der 45-Jährige antwortet: Es habe im Wahlkampf keine unüberbrückbaren inhaltlichen Gegensätze gegeben. Daher sehe er sich durchaus als Alternative für Mühlhans-Wähler.

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Das tut Seller freilich auch. „Ich werde jetzt aber inhaltlich nichts Neues herauskramen“, erklärt er. „Ich habe inhaltlich dargelegt, wofür ich stehe, mein Programm gilt nach wie vor.“ Er trete im Übrigen als Person an, nicht als Vertreter der CSU, stellt Seller klar. In jedem Fall werde de Wahlkampf so fair bleiben wie bisher.

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