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Hinter dem Benediktbeurer Rathaus musste dieser Tage ein alter Apfelbaum gefällt werden. 

Spechtpaar verliert Zuhause 

Apfelbaum musste weg - Anwohner enttäuscht 

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Im Klosterdorf musste ein schöner Apfelbaum neben dem Rathaus gefällt werden. Einige Bürger sind traurig und befürchten, dass ein Specht drin gebrütet haben könnte.

Benediktbeuern – Wie Anwohner unserer Zeitung berichtet haben, hätte man schon länger ein Spechtpaar gesehen und durch die spezifischen Klopfgeräusche identifizieren können.

Am Tag der geplanten Fällung hat die Gemeinde Benediktbeuern jedoch eine Fachfirma beauftragt. Sie sollte überprüfen, ob bereits Vogel-Nester in dem Baum sind. Das Ergebnis war negativ, sagt Bürgermeister Toni Ortlieb auf Nachfrage. Der Apfelbaum wurde demnach weder von Spechten noch anderen Vögeln als Brutstätte genutzt.

Anwohner haben Spechtpaar in Baum bemerkt 

Auch wenn manche Bürger das Umschneiden des Baumes bedauern, gab es laut Bürgermeister Ortlieb dafür triftige Gründe. Er erklärt: „Der Rathausplatz wird weiter im Sinne der Barrierefreiheit umgebaut. Da war dieser Baum im Weg.“

Ein weiterer Grund für die Fällung sei außerdem gewesen, dass der Baum geschädigt war. „Er hatte schon Faulstellen“, sagt Ortlieb. Die Gefahr, dass ein abbrechender Ast einen Passanten verletzen könnte, wäre für die Gemeinde nicht zu verantworten gewesen. 

„Baum war eine Gefahr“

Die Fällung des Baumes war eigentlich schon zu einem früheren Zeitpunkt geplant gewesen, berichtet der Bürgermeister. „Aber wegen Corona und später dem Insektenschutz zur Restblütezeit mussten wir das Ganze eine Weile nach hinten schieben“, sagt Ortlieb.

Benediktbeuern sei jedoch stets darum bemüht, seine Natur, Bäume und die darin lebenden oder brütenden Tiere zu schützen, berichtet der Rathauschef. Daher habe die Kommune vor Kurzem bereits fünf neue Apfelbäume für die Streuobstwiese im Ortsteil Häusern angeschafft. Betreut und gepflegt werde diese Obstbaumwiese durch den Gartenbauverein.  

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