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Seit Christi Himmelfahrt hat das Alpenwarmbad wieder geöffnet. 

Gemeinderat verabschiedet Etat 

Benediktbeurer Haushalt: „Der Schein trügt“

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Auf den ersten Blick sieht der Haushalt der Gemeinde Benediktbeuern sehr gut aus, denn es gibt genügend Spielraum für die Investitionen, die getätigt werden sollen. Doch offenbar ist Vorsicht geboten.

Benediktbeuern– „Der Schein trügt“, sagte der neue Kämmerer Florian Hlawatsch bei der Vorstellung des Etats 2018. „Trotz der sprudelnden Einnahmen muss die Gemeinde auch heuer wieder ein Grundstück verkaufen und einen großen Anteil der Rücklage entnehmen, um die verschiedenen Maßnahmen zu finanzieren.“

Die Kommune plant heuer Investitionen in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Schwerpunkte sind Umbau und energetische Sanierung des Rathauses, Breitbandausbau und sozialer Wohnungsbau sowie Wasserleitungsbau und der Umbau des Gästeparks. Die Anschaffung des neuen Feuerwehrfahrzeugs wird im Haushalt auf zwei Jahre (2018 und 2019) aufgeteilt.

Finanziert wird das alles fast zu drei Vierteln aus dem Vermögenshaushalt. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt beträgt knapp 900 000 Euro. Ein Drittel der Investitionssumme wird jedoch der Rücklage entnommen. Diese liegt jetzt bei 3,37 Millionen Euro, schrumpft dann jedoch auf knapp unter zwei Millionen.

Der Anteil an der Einkommenssteuer steigt seit 2010 in Benediktbeuern kontinuierlich an und wird heuer bei rund 2,5 Millionen Euro liegen, schätzt der Kämmerer. Auch für die Jahre 2019 bis 2021 sei mit einer Steigerung zu rechnen, so Hlawatsch. Für die Gewerbesteuer veranschlagt er eine Million. Auch das ist ein leichtes Plus.

Sprudelnde Einnahmequellen - aber zum Schuldenabbau

„Wir haben sprudelnde Einnahmequellen, die aber auch zum Schuldenabbau verwendet werden müsste,“ sagte Bürgermeister Hans Kiefersauer. Die Gemeinde arbeitet sich zügig voran, Hlawatsch rechnet mit zwei Millionen Euro im Dezember 2018, rund 700 000 Euro weniger als noch vor zwei Jahren. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Kiefersauer. „Wir müssen aber auch darauf achten, dass uns die Investitionen nicht aus dem Ruder laufen.“

So wird die Straßen-Erschließung des neuen Baugebiets „westlich neues Feuerwehrhaus“ über einen Erschließungsträger und somit nicht über den Gemeindehaushalt laufen. „Nachdem das Baugebiet erschlossen ist, sollten die Grundstücke im Zuge des Einheimischenmodells fließend verkauft werden, damit die Verbindlichkeiten zügig abgetragen werden können“, sagt Hlawatsch.

Noch ein Blick auf den Verwaltungshaushalt: Ein großer Posten ist hier der Unterhalt des Kanalnetzes, der um 125 000 Euro auf 215 000 Euro steigt. Grund sind laut Hlawatsch erhebliche Sanierungen, die den Ansatz sprunghaft in die Höhe treiben. Für den laufenden Unterhalt der Wasserleitungen werden 60 000 Euro veranschlagt.

Personalkosten steigen um fast 136 000 Euro

Außerdem steigen im Verwaltungshaushalt die Personalkosten um fast 136 000 Euro, und zwar wegen tariflich bedingten Lohnsteigerungen von drei Prozent. Zusätzlich wird wegen der neuen Gruppe im Kindergarten mehr Personal benötigt.

Benediktbeuern kommt auch der Bitte des Trägervereins für die Jugendarbeit nach, den Zuschuss für offene und mobile Jugendarbeit (Streetworker-Stelle und Don-Bosco-Club) zu erhöhen, und gibt jetzt insgesamt 20 000 Euro für die Jugendförderung aus.

Erfreulich ist, dass das Alpenwarmbad so floriert. Grund sind laut Kiefersauer die gesteigerte Familienfreundlichkeit sowie die Barrierefreiheit. Nun wurden unter anderem Leuchtstreifen für Sehbehinderte und größere Türgriffe montiert, sagte der Bürgermeister und dankte Ralph Seifert, dem Behindertenbeauftragten der Gemeinde, für seine „stetigen Anregungen“. Und damit kleine Kinder beim Rumtoben im abschüssigen Rasenbereich nicht mehr so schnell ins Becken purzeln, wurde dort nun eine Hecke gepflanzt.

Die Gemeinde hofft, dass heuer der Sommer schön wird, und kalkuliert mit Badegebühren in Höhe von 160 000 Euro, das sind 10 000 Euro mehr als 2017. Die Badegebühren wurden übrigens nicht erhöht.

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